Die Jobmagneten der Region

Weltweit präsent und Arbeitgeber vor Ort: Der Trierische Volksfreund stellt zwölf der größten von rund 35 000 Betrieben in der Region Trier vor.

Trier. Rund 150 000 Menschen haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in der Region einen sozialversicherungspflichtigen Job. Hinzu kommen 37 700 Menschen, die als Minijobber ihr Geld verdienen. Viele dieser Arbeitnehmer sind in kleinen Handwerksbetrieben tätig. Wahre Jobmagneten sind jedoch auch die großen Industriebetriebe, die in der Region ihren Sitz oder eine Niederlassung haben.

Viele Produkte, die in der Region hergestellt werden, finden auf dem ganzen Kontinent und darüber hinaus Absatz. Wenn man beispielsweise in Norwegen oder Ungarn eine Tiefkühlpizza kauft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie aus Wittlich kommt. Bitburger Bier ist in mehr als 50 Ländern erhältlich. Hochkomplexe Montagesysteme, die weltweit in der Automobil- und Elektronikindustrie im Einsatz sind, kommen aus Prüm.

"Diese Betriebe sind alle hochtechnisiert", sagt Günther Kiefer, Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. "Sie zählen in ihren Märkten und Segmenten zur nationalen oder sogar internationalen Spitze. Auch als bedeutende Arbeitgeber, als Ausbildungsbetriebe und als überregional bekannte Marken sind sie ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaft."

"Das liegt auch daran, dass diese Unternehmen eine große Kaufkraft in die Region bringen", sagt Thomas Mares von der Agentur für Arbeit. Gleichzeitig seien solche Firmen wichtige Ansprechpartner für die Agentur für Arbeit, wenn es um die Vermittlung von Jobs geht. Zwar seien die Unternehmen, wenn es in den überregionalen Vergleich geht, immer noch recht überschaubar.

"Wir haben hier in der Region keinen Riesenkonzern, auf den wir uns konzentrieren", sagt Mares. Stattdessen sei die Region Trier besonders breit aufgestellt. "Hier wird alles hergestellt: von Nahrungs- über Genussmitteln bis zu hochspezialisierten Industriegütern." Das habe auch in der Wirtschaftskrise dafür gesorgt, dass die Auswirkungen nicht ganz so drastisch waren wie in anderen Regionen. "Diese breite Streuung bedeutet für unseren Standort einen großen Vorteil", so Thomas Mares.