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Die Methoden sind moderner geworden

Die Methoden sind moderner geworden

Der Verzicht in der Fastenzeit kennt auch alternative Methoden: Einfach mal das Mobiltelefon beiseitelegen oder den Computer auslassen. Wichtig sind: das richtige Maß und einige Regeln.

(sthi) Die häufigste Fastenart ist der Verzicht auf Nahrung. "Mithilfe des Fastens kann man den Körper entschlacken und entlasten. Nicht zuletzt kann einem das Fasten helfen, den Geschmack für bestimmte Speisen und die Freude daran zurückzugewinnen", sagt Bruder Antonius Pfeil, Prior im Benediktinerkloster Huysburg bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Doch laut Pfeil sollte man beim Fasten einige Regeln befolgen. Das gute Maß sei dabei entscheidend: "Beim Gesundheitsfasten macht man sich selbst leicht etwas vor, wenn es in erster Linie um Selbstdarstellung und Außenwirkung geht." So geht der Blick für das Wesentliche in der Fastenzeit verloren und die Gesundheit leidet, sagt Pfeil.

Unter anderem deswegen sollte seiner Meinung nach bei einer Fastenkur ärztlicher Rat eingeholt werden. Für Kinder kann Fasten auch sinnvoll sein: "Für Kinder ist es gut, wenn der Verzicht sichtbar einem anderen zugutekommt." Sie könnten beispielsweise auf Süßigkeiten verzichten und das Geld dafür spenden. Jedoch solle man Kinder keinesfalls zum Fasten zwingen, so Pfeil, sondern ihr Interesse daran wecken. In der heutigen Zeit rücken neben Schokoriegel auch Internet, Mobilfunk oder Fernsehen immer weiter in den Mittelpunkt. Auch die Fastenmethoden sind moderner geworden: "Es kann guttun, seine Freiheit zu spüren, indem ich nicht überall erreichbar und damit gezwungen bin, zu antworten oder mich mit den neuesten Informationen zu versorgen." Autofasten sieht Pfeil ebenso positiv, da dies der Umwelt zugutekommt und man so zu mehr Bewegungen kommt - es hält fit. Verzicht kann demnach auf verschiedene Arten erfolgen. Er öffnet den Blick für das Wesentliche und kann dazu führen, dass vergessene Dinge wieder in den Fokus rücken.