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Die unglaubliche Vielfalt des Helfens

Die unglaubliche Vielfalt des Helfens

Drei Jahre „Meine Hilfe zählt, mehr als 1000 Artikel, Meldungen, Grafiken, eine Million Euro Spendengelder, 200 finanzierte Projekte: Die Region engagiert sich beispiellos, um denjenigen zu helfen, die ihrerseits das Wohl anderer Menschen im Blick haben.


Das erste Projekt, das finanziert wurde, war auch das kleinste: Am 16. November 2010, eine Woche nach dem Start von "Meine Hilfe zählt", konnte stolz vermeldet werden, dass die benötigten 360 Euro für einen Koch- und Haushaltskurs des Vereins Probare für jugendliche Straffällige zusammengekommen waren.

Größte Einzelfinanzierung

Nicht immer war der finanzielle Bedarf so bescheiden. Durchschnittlich 5000 Euro waren aufgerufen, um die Umsetzung einer gemeinnützigen Initiative zu ermöglichen. Manchmal ging es auch weit darüber hinaus.
Wie etwa bei dem behindertengerechten Fahrzeug für den kleinen Jonathan aus Föhren, wo mit 44.000 Euro die bislang größte Einzelfinanzierung bewältigt werden konnte.

Aber gerade bei Jonathan brauchten die TV-Leser nur wenige Wochen, um den stolzen Betrag aufzubringen. Wie überhaupt die Spendenbereitschaft stets umso größer war, je näher den Lesern der jeweilige Einzelfall ging.

Spenden gehen in alle Welt

In vielen Fällen waren es kleinere Summen, mit denen Kindern und Familien geholfen werden konnte, manchmal war es aber auch wirklich notwendig, ein größeres Rad zu drehen.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass sich gerade Hilfsinitiativen aus der Region für Projekte in der ganzen Welt stets auf die Unterstützung der TV-Leser verlassen konnten. Das Spendenkapital floss auch nach Ägypten, Indien, Litauen, Albanien, Sierra Leona, Peru, Tansania, Kambodscha, Syrien, Pakistan, Westjordanland, Kuba, Ukraine, Kongo, Bolivien, Tibet, Lettland, Kroatien, Rumänien. Aber nicht in anonyme Großvorhaben, sondern an Partnerorganisationen von Gruppen und Vereinen aus der Region. Ohne Bürokratie und Verwaltungsaufwand.

Die komplette Aktion läuft in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen GmbH Betterplace in Berlin, die das Online-Konzept entwickelt hat. Oberste Devise: Transparenz. Der Spendenstand kann jederzeit für jedes Projekt online abgerufen werden, der konkrete Finanzbedarf wird offengelegt und erläutert, die Projekt-Macher kommunizieren per Blog mit potenziellen Spendern.

Alles andere ist frei. Auch, wie oft ein Verein oder eine Gruppe sich um Spenden bewirbt. Manche waren schon zehn Mal und öfter dabei, nicht selten mit kleineren Angeboten. Wie etwa die Initiative Papillon, die sich um die Kinder schwerstkranker Eltern kümmert.

Angesagter Pluralismus

Oder die Caritas-Stiftung Familien in Not, die in Einzelfällen unbürokratisch hilft. Oder der Kinderschutzbund mit seinen vielfältigen Aktivitäten.

Pluralismus ist angesagt. Da wirbt eine katholische Mission um Unterstützung, und gleich nebenan bittet Pro Familia um Hilfe bei der Sexualaufklärung von Schülern. Mal geht es um Hundetherapie für Gewaltopfer, mal um Hundefutter im Tierheim. Mal um Krankenbetten für arme alte Menschen, mal um Babysimulatoren für werdende Eltern. Auch da gilt: Die Entscheidung liegt bei dem, der sein Geld für den guten Zweck zur Verfügung stellt.
Die meisten Spender bleiben anonym - auf eigenen Wunsch. Das Gros sind private Einzelspender, über die sich wenig aussagen lässt. Manchmal sind es aber auch Unternehmen, Stiftungen, Clubs, die sich regelmäßig als Mäzene engagieren. So wie der Lions-Club Mittelmosel, der sein Jubiläumsjahr komplett in den Dienst von "Meine Hilfe zählt" stellte und einem ganzen Paket von Projekten in seinem Einzugsgebiet zu Umsetzung ver half. Ebenfalls ein fester Partner: die Eifeler Rudolf-Heinzkill-Stif- tung, die immer wieder hilft, wenn es um Pferde- und Reitther rapien geht.

Zu einer Tradition sind auch die Benefiz-Veranstaltungen zu gunsten von "Meine Hilfe zählt" geworden. Auf vielen Weih- nachtsmärkten gibt es Stände und Verkäufe, der Erlös von Kon- zerten und Lesungen fließt in die Projekte, die Einnahmen aus Ver losungen und Tombolas werden gespendet. Manchmal geht es allerdings auch eher außergewöhnlich zu, wie etwa beim Indoor-Fahrrad-Marathon, bei dem insgesamt 150 sportliche Teilnehmer zugunsten von Papillon strampelten.TV-Benefizaktionen:

Groß angelegte Benefiz-Aktionen des Trierischen Volksfreunds gibt es seit 1998. Die erste trug maßgeblich dazu bei, den Bau der Villa Kunterbunt für schwerstkranke Kinder zu ermöglichen. Im Jahr 2000 wurde die Grundlage für den Erhalt und Ausbau der Aktion Nestwärme gelegt. 2003 half Da-Sein, die nötigen Mittel für die Einrichtung eines Hospizhauses zusammenzutragen. 2006 gelang es, mit der Aktion Meine Burg, den Grundstock für den Bau des Hauses für den Kinderschutz in Trier zu finanzieren. Und 2009 stand im Zeichen der Sicherung der Existenz des Demenzzentrums Trier unter dem Titel Vergissmeinnicht. Seit 2010 gibt es statt gezielter, befristeter Kampagnen für einzelne Großprojekte die ganzjährige, breit angelegte Spendenplattform "Meine Hilfe zählt", der diese Doppelseite gewidmet ist.