Dreiste Masche

Die Maschen, mit denen Bürger abgezockt werden, werden immer dreister. Hat man sich mittlerweile an in bunten Werbebriefen versprochene Top-Gewinne gewöhnt, machen sich die miesen Abzocker immer mehr die moderne Telekommunikation zu nutze. Per Kurznachricht auf dem Handy wird mitgeteilt, es liege ein Hotelgutschein bereit oder man sei in der engeren Wahl für den Gewinn eines Autos. Doch statt des Gutscheines oder des Autos droht bei Rückruf der angegebenen Nummer, nicht nur ein überteuerter Anruf sondern ein unerwünschtes Zeitschriftenabo oder die unerlaubte Abbuchung vom Konto. Die Betrüger scheuen längst nicht davor zurück, auch den Namen von bekannten Organisationen oder eben Lotterien zu missbrauchen, um an das Geld der Leute zu kommen. Jede Sekunde, die man mit den oft sehr aufdringlichen Verkäufern vertut, ist zu viel. Daher sollte man am besten gleich auflegen und sich nicht um den Finger wickeln lassen. Denn die Anrufer sind zumeist gut geschult und lassen sich in der Regel nicht einfach abwimmeln. Auch sollte man vorsichtig sein, an welchen Gewinnspielen man teilnimmt. Füllt man die angebliche Gewinnchance in einem ins Haus geflatterten Werbebrief unbedacht aus, winkt statt des versprochenen Millionengewinns zumeist nur weiterer Gewinnspiel-Müll und jede Menge unerwünschter Anrufe. Also, Finger weg von dubiosen Gewinnspielen und Losverkäufern. Das ist die einzige Chance, von unseriösen Anrufen und Briefen verschont zu bleiben. b.wientjes@volksfreund.de