Videospiele Ein Geheimlabor in der Porta: Trier in Computerspielen

Trier · An der Konsole können wir fremde Planeten erkunden, uns durch Märchenwälder kämpfen, ganz neue Welten erschaffen – und durch Trier bummeln. Hier ein paar Beispiele virtueller Versionen der Stadt, die nur entfernt mit der Realität zu tun haben:

In der nicht allzu fernen Zukunft des dystopischen Rollenspiels „Deus Ex: Invisible War“ besuchen Spieler die älteste Stadt Deutschlands. Schön: Im Jahr 2072 ist Trier Sitz des weltweit größten Roboterherstellers Panzerwerks. Unschön: Durch die Straßen, die sich überhaupt nicht am realen Trier orientieren, marschieren Soldaten des bösen Templerordens. Immerhin die Porta Nigra hat echten Wiedererkennungswert – auch wenn sie nun ein Geheimlabor beherbergt, das Spieler infiltrieren müssen.

Lange war die Rallye Deutschland als einer der Rallye-WM-Läufe mit der Region und insbesondere der Stadt Trier verbunden. Darum gibt es logischerweise im Rennspiel „World Rallye Championship 3“ eine Trierer Strecke. Da reihen sich zwar Basilika, Dom und Frankenturm hübsch nebeneinander direkt an die Rennstrecke, aber was soll’s: Hauptsache, Spieler bekommen die schönsten Trierer Sehenswürdigkeiten zu Gesicht. Außer die Porta Nigra. Die steht im Spiel an der Gusenburger Strecke.

Im Strategiespiel „Europa Universalis 4“ kontrollieren Spieler einen Staat während der Frühen Neuzeit und können ihn durch Handel, Kolonisierung, Diplomatie und Krieg zu einer Weltmacht machen. Auch das kleine Trier kann mit viel Mühe und taktischem Geschick irgendwann über ganz Europa herrschen. Hat davon nicht jeder schon mal geträumt?

Im düsteren Rollenspiel „Darklands“ tauchen zwar Fabelwesen und Hexen auf, aber das Setting orientiert sich am realen Deutschland des 15. Jahrhunderts. Trier war eines der ursprünglichen Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Darum können Spieler auch hier als Raubritter ihr Unwesen treiben oder als Helden Monster bekämpfen. Allerdings ist in dem Spiel, das immerhin schon stolze 25 Jahre auf dem Buckel hat, ein großer Teil des Geschehens in Textform dargestellt – zu sehen gibt es von Trier also nichts.