Eine Frage der Motivation

Das Schicksal von CIA-Agenten in Afghanistan dürfte viele Betrachter in Deutschland eher kalt lassen. Und doch betrifft der Vorgang auch deutsche Interessen. Der Täter, der für das Blutbad auf der US-Basis sorgte, war Berichten zufolge ein afghanischer Offizier, dessen Sympathien aber den Aufständischen galten.

Zugleich wiederholen sich Fälle, in denen afghanische Polizisten und Soldaten plötzlich das Feuer auf Angehörige der internationalen Streitkräfte eröffnen.

Das wirft die Frage auf, ob die Konzentration auf eine rasche Steigerung der Zahl der zur Verfügung stehenden einheimischen Kräfte tatsächlich der wichtigste Aspekt sein sollte - oder ob man nicht zugleich den Fragen der Vergütung dieser Angeworbenen sowie der Zuverlässigkeit der Rekruten gleichen Stellenwert einräumen sollte. Berichte aus dem Alltag zeigen, dass im Ernstfall oft nicht die reine Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte, sondern deren schlechte Motivation das Hauptproblem ist. Ein Aspekt, den auch die Strategen in Berlin nicht außer acht lassen sollten.



nachrichten.red@volksfreund.de



Meinung

Eine Frage der Motivation

Das Schicksal von CIA-Agenten in Afghanistan dürfte viele Betrachter in Deutschland eher kalt lassen. Und doch betrifft der Vorgang auch deutsche Interessen. Der Täter, der für das Blutbad auf der US-Basis sorgte, war Berichten zufolge ein afghanischer Offizier, dessen Sympathien aber den Aufständischen galten. Zugleich wiederholen sich Fälle, in denen afghanische Polizisten und Soldaten plötzlich das Feuer auf Angehörige der internationalen Streitkräfte eröffnen. Das wirft die Frage auf, ob die Konzentration auf eine rasche Steigerung der Zahl der zur Verfügung stehenden einheimischen Kräfte tatsächlich der wichtigste Aspekt sein sollte - oder ob man nicht zugleich den Fragen der Vergütung dieser Angeworbenen sowie der Zuverlässigkeit der Rekruten gleichen Stellenwert einräumen sollte. Berichte aus dem Alltag zeigen, dass im Ernstfall oft nicht die reine Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte, sondern deren schlechte Motivation das Hauptproblem ist. Ein Aspekt, den auch die Strategen in Berlin nicht außer acht lassen sollten. nachrichten.red@volksfreund.de