Eine Wahl der Hoffnung

Was sollen unsere Soldaten im Kongo? Nun, sie sollen genau das bewirken, was an diesem Wochenende in dem zentralafrikanischen Land geschah. Sie sollen freie Wahlen absichern, die für die Menschen die einzige Hoffnung sind, dem Elend des jahrelangen blutigen Bürgerkrieges zu entkommen.

Wie stark diese Hoffnung ist, haben die hohe Wahlbeteiligung und der faire Ablauf des Urnenganges gezeigt. Es ist, als wollten die Kongolesen ihre vielen selbst ernannten Kriegsfürsten mit dem Papier des Stimmzettels in die Knie zwingen. Der erste Schritt ist getan und er ist eine Bestätigung für alle, die den Einsatz der EU-Truppe gegen viele Bedenken und Widerstände mit dem Sehnen der Kongolesen nach Frieden begründet und durchgesetzt haben. Noch gibt es aber keinen Grund zur Entwarnung. Die Lage ist ruhig, aber höchst angespannt. Immer wieder gibt es kleinere gewalttätige Zwischenfälle. Die Stimmauszählung, die mehrere Wochen dauert, wird noch kritisch werden, ebenso wie die dann folgende Etablierung einer neuen Regierung. Es wird Wahlverlierer geben und zwar solche, die über Privatarmeen verfügen. Sie in Schach zu halten, durch bloße Präsenz, zur Not aber auch durch militärisches Eingreifen, das ist der Auftrag der Weltgemeinschaft und auch unserer Soldaten in Afrika. Es ist ein gefährlicher, aber lohnender Auftrag. nachrichten.red@volksfreund.de

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