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Der unbekannte Vater TV -Autorin Maria Graf hat eine Studie über das Verhalten der Väter verfasst. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass Kinder am "fremden" Wesen Vater erstmals den Umgang mit der "fremden" Welt draußen erfahren.

Ein guter Vater kann als Mittler zum Unbekannten dienen. Seine Mutter kennt das Kind durch Schwangerschaft und Stillzeit gut. "Der Vater ist am Anfang die spannende, unbekannte Größe im Leben eines jeden Kindes", so Maria Graf. Er könne ihm aber genauso viel Liebe und Konstanz bieten wie die Mutter. Die entscheidende Erfahrung, die Kinder mit ihren Vätern machen, ist, so vermutet die Autorin, dass sich, obwohl sie schwach und hilflos sind, ein starker und mächtiger Mensch ihrer bedingungslos annimmt. Bei der Mutter ist diese Zuneigung nach neun Monaten Schwangerschaft keine Überraschung mehr. "Beim Vater ist das schon eine Sensation." Damit diese Liebesbeziehung zwischen Kind und Vater gelingen könne, brauche es auch die Hilfe und Einsicht der Mutter. "In die jeweilige Rolle, ob als Vater oder Mutter, müssen Eltern hineinwachsen. Das braucht Mut zur Selbstverantwortung. Eltern, die dies beherzigen und vor allem sich selbst dabei nicht aus den Augen verlieren, werden auch ihre Kinder nicht aus den Augen verlieren", sagt Graf. (red)