Flugzeugabsturz: An Katastrophe vorbei

Flugzeugabsturz: An Katastrophe vorbei

OBERKAIL. (har) Wenige Meter entfernt von Häusern der Eifelgemeinde Oberkail hat sich am Donnerstag gegen 13 Uhr ein F-16-Jet aus Spangdahlem in die Erde gebohrt. Im Internet kursieren Gerüchte, dass es sich beim Absturz um das Resultat eines verunglückten Flugmanövers handelt.

Erst knallte es zweimal, dann rauschte ein unbewaffneter Kampfjet im Sinkflug über die Häuser Oberkails (Kreis Bitburg-Prüm). So beschreiben Augenzeugen den Absturz eines Jets vom Typ F-16 C des 52. Jagdgeschwaders von der Air-Base Spangdahlem. In einer ersten Stellungnahme - auf die keine zweite folgte - sprach Flugplatz-Sprecher Major Tom Crosson davon, dass am Donnerstag gegen 13 Uhr ein Pilot sich in der Nähe von Oberkail mit dem Schleudersitz aus seiner Maschine befreit habe. Über die Ursache des Absturzes machte er keine Aussage. Der Pilot überstand den Ausstieg nahezu unverletzt.

US-Militärs riegelten das mit Wrackteilen übersäte Gelände der Absturzstelle unweit einer Pilgerkapelle großräumig ab. Vermutlich sind in diesem Gebiet rund acht Liter Hydrazin, die der Jet als Notfalltreibstoff an Bord hatte, ausgelaufen. Hydrazin ist stark wassergefährdend und gilt als krebsauslösend.

Nach im Internet auf der Seite www.flugzeugforum.de veröffentlichten Angaben, soll es sich beim Absturz um eine geplante Aktion gehandelt haben. Die F-16 habe bei einem Übungsanflug auf Startbahn23 mit dem linken Hauptfahrwerk ein Lichtsignal gestreift. Danach oder währenddessen soll die Maschine unter anderem einen Reifen verloren haben. Nach längerer Diskussion über eine Notlandung ohne Fahrwerk auf der Air-Base sei dann entschieden worden, den Jet außerhalb der Air-Base abstürzen zu lassen.