1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Gartenschauen: Von München über Trier bis Heilbronn

Gartenschauen: Von München über Trier bis Heilbronn

Koblenz/Trier. (rm.) Kritiker bemängeln gerne die Verluste, die Gartenschauen "einfahren". So schloss zwar die jüngste Buga (2009) in Schwerin aller Unkenrufe zum Trotz mit einem Gewinn ab, aber bei den vier vorangegangenen Veranstaltungen wurde der Steuerzahler im Nachhinein kräftig zur Kasse gebeten.

Bei der Buga 2005 in München (drei Millionen Besucher) lagen die Einnahmen um 13 Millionen Euro unter den Ausgaben.

Auch die zweite rheinland-pfälzische Landesgartenschau 2004 in Trier blieb hinter den finanziellen Erwartungen zurück. Statt wie erhofft einer Million kamen "nur" 723 500 Besucher. Bei einem Gesamtvolumen von rund 20 Millionen Euro musste die Stadt 2,8 Millionen Euro zuschießen. Die mittel- und langfristigen Erwartungen wurden hingegen übertroffen. Die LGS erwies sich als Entwicklungsmotor zur Umwandlung des tristen Militärgeländes auf dem Petrisberg in einen neuen Stadtteil. Der "neue" Petrisberg boomt seither.

Einen ähnlichen Effekt versprechen sich die Macher der Buga 2011. "Die Stadt erhält einen gewaltigen Entwicklungsschub, von dem sie noch jahrzehntelang profitieren wird", sagt Geschäftsführer Hanspeter Faas.

Ungeachtet aller Kritik vor allem des Bundes der Steuerzahler plant die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) mit Sitz Bonn weit in die Zukunft. 2013 wird es eine Internationale Gartenschau (IGS) in Hamburg geben. Die Buga 2015 hat die DBG an den Bewerber Havelregion vergeben, die IGA 2017 findet in Berlin-Tempelhof statt und die Buga 2019 in Heilbronn. "Die Zukunft der Bundesgartenschau ist also gesichert - und damit ein wertvoller Beitrag zur Stadtentwicklung zum Wohle der Menschen", heißt es bei der DBG.