1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Gefährliche Tierseuche: Region probt den Ernstfall

Gefährliche Tierseuche: Region probt den Ernstfall

Sie gilt als eine der gefährlichsten Tierseuchen: die Maul- und Klauenseuche. Weil sie hoch ansteckend ist, etwa für Rinder, breitet sie sich schnell aus. Das Land probt derzeit, was im Falle eines Ausbruches zu tun ist. Auch die Veterinärämter der Region sind beteiligt.

Trier. Über 700 Rinder in 18 Betrieben müssen getötet werden, weil sie Maul- und Klauenseuche haben. 83 Betriebe mit über 2000 Rindern dürfen ihre Tiere nicht mehr verkaufen und transportieren. Das ist die Ausgangslage einer Übung, die gestern in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg begonnen hat.
Alle Kreisveterinäre der Region sind zusammen mit Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und des Roten Kreuzes in dem dortigen "Lagezentrum" zusammengekommen, um den Umgang mit der für den Menschen ungefährlichen Tierseuche zu proben. Die Übung findet landesweit an sechs verschiedenen Stellen statt. Insgesamt 48 Mitarbeiter aller Kreisverwaltungen und des Katastrophenschutzes in der Region proben den Ernstfall. Bei der Maul- und Klauenseuche handele es sich um eine für Klauentiere wie etwa Rinder- oder Schweine, aber auch für Rehe oder Hirsche, hoch ansteckende Krankheit, sagt der Trier-Saarburger Amtstierarzt Dirk Lühnenschloß. Nicht nur die betroffenen Tiere in einem Betrieb sondern auch alle mit ihnen in Kontakt stehenden Tiere in einem bestimmten Radius müssten getötet werden. Daher wird bei der Übung auch geprobt, wie der Abtransport der getöteten Tiere organisiert werden und deren Vernichtung in der Tierkörperbeseitigungsanlage vonstatten gehen können. wie