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Mutter vor Augen der Tochter erstochen
Gericht verurteilt 38-Jährigen zu lebenslanger Haft

Außenaufnahme vom Landgericht Detmold (Archivbild).
Außenaufnahme vom Landgericht Detmold (Archivbild). FOTO: dpa, frg pil
Das Landgericht Detmold hat einen 38-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann hatte seine Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen. Die dreijährige Tochter des Paares hatte mitangesehen, wie ihre Mutter blutüberströmt starb.

Das Landgericht Detmold zeigte sich am Montag in der Urteilsbegründung davon überzeugt, dass der Familienvater aus Eifersucht zugestochen hatte. Die 30-Jährige habe sich von ihm trennen und ihn aus dem Haus werfen wollen (Az.: Ks 12/17).

Das Gericht glaubte den Aussagen des Angeklagten nicht. Er hatte sich in der Verhandlung auf einen Aussetzer berufen. Er sei betrunken gewesen, als es am Tatabend im August 2017 zu einem Streit mit der Frau gekommen sei. Sie habe ihn mit einem Messer bedroht. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als er auf der Toten gekniet habe. Sein Verteidiger hatte wegen Totschlags auf zehn Jahren Haft plädiert. Er kündigte nach dem Urteil an, in Revision zu gehen.

Der Detmolder hatte die 30-Jährige mit 14 Messerstichen in den Hals getötet. Die Tochter des Paares musste nach Erkenntnis des Gerichts die Tat mit ansehen und wwird vermutlich Zeit ihres Lebens traumatisiert sein.

(felt)