Geständnis angekündigt

Wegen eines sechs Jahre zurückliegenden Banküberfalls auf die Sparkassenfiliale in Schönecken (Eifelkreis Bitburg-Prüm) muss sich heute ein 33-jähriger Rumäne vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte will den Überfall offenbar gestehen.

Trier. (sey) Eine ganze Serie von Banküberfällen sorgte Anfang des Jahrzehnts in der Region - besonders in der Nordeifel - für Aufregung. Gleich drei Mal innerhalb von 14 Monaten war die Filiale der Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Schönecken Ziel von Bankräubern. Zwei Mal machten die bewaffneten und maskierten Täter reichlich Beute, ein dritter Überfall scheiterte im Dezember 2003, weil sich die Tür der Bank nicht öffnen ließ.Die Polizei hatte rasch den Verdacht, dass die Raubzüge auf das Konto einer rumänischen Bande gehen. Ein Bandenmitglied wurde kurze Zeit nach dem missglückten Überfall auf die Schönecker Sparkassenfiliale geschnappt und im November 2004 zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der damals 28-Jährige hatte vor dem Trierer Landgericht zuvor ein umfangreiches Geständnis abgelegt und Details über die zu einer größeren kriminellen Organisation gehörende Bande ausgeplaudert. Unklar ist, ob der Angeklagte seinerzeit auch seine Kompagnons verraten hat. Jedenfalls muss sich heute ein weiterer Rumäne vor dem Trierer Landgericht verantworten. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte 33-Jährige war nach Informationen unserer Zeitung Anfang August letzten Jahres bei einer Verkehrskontrolle in Italien verhaftet und später nach Deutschland ausgeliefert worden. Laut Anklage der Trierer Staatsanwaltschaft soll der 33-Jährige "nur" am ersten Schönecker Überfall beteiligt gewesen sein. Dabei erbeuteten die Räuber Anfang Oktober 2002 rund 46 000 Euro. Für den Prozess vor der Ersten Großen Strafkammer ist ein Verhandlungstag anberaumt. Der Verteidiger des Angeklagten, der Trierer Rechtsanwalt Günther Maximini, kündigte auf Anfrage unserer Zeitung ein Geständnis seines Mandanten an. Nach Auskunft der Trierer Staatsanwaltschaft sind inzwischen alle mutmaßlichen Beteiligten an den drei Schönecker Überfällen identifiziert. Gegen die zwei Bandenmitglieder, die nicht hinter Schloss und Riegel sitzen, bestehen laut Oberstaatsanwalt Ingo Hromada internationale Haftbefehle.