Gesucht: Topmanager und Oberhirte für 1,2 Milliarden Katholiken - Kardinäle wählen ab heute neuen Papst

Gesucht: Topmanager und Oberhirte für 1,2 Milliarden Katholiken - Kardinäle wählen ab heute neuen Papst

Ein kleiner Schornstein auf dem Dach der Sixtinischen Kapelle rückt ab heute weltweit in den Fokus. Steigt weißer Rauch auf, ist ein neuer Papst gewählt. Die Kardinäle werden sich rasch entscheiden, glaubt Vatikanexpertin Crista Kramer von Reisswitz.

Die Welt blickt nach Rom, die Spannung steigt. Gründlich vorbereitet schreiten die Kardinäle heute in einer feierlichen Prozession in die weltberühmte Sixtinische Kapelle. Wer dem abgetretenen Benedikt.XVI. auf dem Stuhl Petri folgt, auf den warten die vielen Baustellen der Weltkirche: Oberhirte und Topmanager muss er sein, die Kirche nach dem Bewahrer Joseph Ratzinger in die Moderne führen.
Die seit über 30 Jahren in Rom lebende deutsche Journalistin Crista Kramer von Reisswitz glaubt, dass sich die Kardinäle schon innerhalb der nächsten zwei, drei Tage mehrheitlich auf einen Benedikt-Nachfolger einigen werden. Ihr Tipp: Ein Amerikaner macht das Rennen.
Und was sind die Erwartungen an den neuen Papst? "Die Gleichheit aller Gläubigen im Volk Gottes muss wieder mehr betont werden", sagt der Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Trier, Manfred Thesing. Zwei Themen, denen sich der Vatikan nach Meinung Thesings dringend widmen muss: die Rolle der Frau in der Kirche und der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Beides Themen, die auch schon auf der Bischofskonferenz in Trier angeschnitten wurden.
Die Sixtinische Kapelle ist abgeriegelt wie eine Festung. Nichts von dem, was hier während der Papstwahl hinter verschlossenen Türen besprochen wird, soll an die Öffentlichkeit dringen. Bereits heute kommt es voraussichtlich zu einem ersten Wahlgang - gegen 20 Uhr wird mit dem ersten Rauchzeichen dieses Konklaves gerechnet, allerdings noch nicht mit einem weißen. An den folgenden Wahltagen sind je zwei Wahlgänge am Vormittag und am Nachmittag vorgesehen. Solange kein Papst gewählt ist, wird stets nach zwei Wahlgängen gegen 12 Uhr und gegen 19 Uhr schwarzer Rauch aufsteigen. Sollte aber die Entscheidung gefallen sein, steigt direkt nach dem betreffenden Wahlgang weißer Rauch auf.

Auf den neuen Pontifex wartet ein harter Job

"Viele Kardinäle wollen keinen Italiener"

Mehr von Volksfreund