Grund zur Freude

Das Ergebnis der ersten Kinder-Werte-Umfrage des Kinderhilfswerks Unicef gibt Grund zur Freude: Zunächst zeigt es, dass mit der jungen Generation allen Unkenrufen zum Trotz keine Chips futternden Materialisten heranwachsen, denen Markenklamotten, Hightech-Spielzeug und Luxus-Fahrräder wichtiger wären als Werte wie Freundschaft oder Gerechtigkeit: Alles Materielle ist unwichtig, wenn kein Kumpel da ist, dem man vertrauen kann.

Da Werte in der Regel durch Sozialisation an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden, wirft die Umfrage aber auch ein Licht auf die Wertorientierung der erziehenden älteren Generation: Auch sie lässt sich somit offensichtlich nicht von Konsum-Terror und den Zwängen der Leistungsgesellschaft vereinnahmen, sondern setzt ihnen immaterielle Werte entgegen und blickt optimistisch in die Zukunft. Und vor allem: Sie versteht es, diese Werte an die Kinder weiterzugeben. Die Jugend präsentiert sich mit der Unicef-Umfrage allemal besser als ihr Ruf: Sie ist engagiert, leistungswillig und bereit zu sozialem Engagement. Das sollten auch die ewigen Nörgler an der angeblich so verwöhnten Jugend in Zukunft bedenken. s.ganz@volksfreund.de

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