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Hahn-Verkauf: Es bleibt bei drei Bietern

Hahn-Verkauf: Es bleibt bei drei Bietern

Drei Bieter buhlen derzeit um den Flughafen Hahn. Daran wird sich nach Wirtschaftsprüfer Martin Jonas, der das Land beim Verkaufsprozess des Hunsrück-Airports berät, auch nichts ändern. Die Verhandlungen mit den Interessenten seien dafür zu weit vorangeschritten. Und jedem Bieter sei der Zeitplan bekannt.

Hahn/Mainz. Bis Mitte Januar kommenden Jahres soll feststehen, ob - und wenn ja mit wem - das Land Rheinland-Pfalz in endgültige Verhandlungen über einen Verkauf des Flughafens Hahn eintritt. Die Aussage von Wirtschaftsprüfer Martin Jonas, wonach die Verkaufsverhandlungen mit inzwischen drei verbliebenen Bietern bereits weit vorangeschritten sind, lässt darauf schließen, dass der unterlegene Hahn-Bieter um den Chinesen Jonathan Pang und das Unternehmen Cargo Movers aus Rüsselsheim keine Chance mehr hat, ins Verfahren zurückzukehren.
Die Investorengruppe droht in einem Brief an den Wirtschaftsprüfer mit einer Klage, sollte dieser nicht bis zum 30. Dezember erklären, die Gruppe im Verkaufsverfahren zu belassen und ihr einen verbindlichen Termin für ein finales Angebot zu nennen. Sie moniert eine "Ungleichbehandlung" der Bieter (der TV berichtete).
Jonas sagt, er werde eine Antwort verschicken. Auf den Inhalt seines Schreibens will er auf Nachfrage nicht eingehen. Der Wirtschaftsprüfer sagt, im Verfahren sei kein Bieter geprellt worden. Tatsächlich sei die Investorengruppe aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu den finalen Verkaufsverhandlungen eingeladen worden. Alle Bieter seien gleich behandelt worden. Drei Interessenten sind noch im Rennen um den Flughafen Hahn: die Firma ADC mit dem chinesischen Partnerkonzern HNA, das US-chinesische Konsortium Henan American Machinery und die kasachische MG Holding.
Extra

Der angeschlagene Hunsrück-Flughafen Hahn hat die erste Rate eines 34-Millionen-Euro-Darlehens des Landes Rheinland-Pfalz bekommen. Mit Buchung vom 19. Dezember seien 1,3 Millionen Euro ausgezahlt worden, teilte Innenstaatssekretär Randolf Stich in einem gestern veröffentlichten Schreiben an Landtagspräsident Hendrik Hering (beide SPD) mit. Umgekehrt habe der Flughafen auch schon die ersten Zinsen dafür überwiesen. Damit bleibt er vorerst liquide. Die Rückzahlungen des Darlehens kommen auf den Käufer zu. dpa