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Migration
Heimkehrende Flüchtlinge werden gefördert

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will mehr Geld für sein Rückkehrerprogramm ausgeben.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will mehr Geld für sein Rückkehrerprogramm ausgeben. FOTO: Rainer Jensen / dpa
Augsburg. Entwicklungsminister Müller stockt Hilfsprogramm für Asylbewerber auf, die freiwillig wieder ausreisen.

Die Bundesregierung will ihre Programme zur freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen in deren Heimatländer einem Zeitungsbericht zufolge deutlich aufstocken.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kündigte in der Augsburger Allgemeinen (Mittwochausgabe) an, dass künftig bis zu 500 Millionen Euro im Jahr in ein neues Hilfsprogramm fließen sollen. Dieses dient demnach der Finanzierung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen von Heimkehrern im Irak, in Nigeria, Tunesien, Afghanistan und einer Reihe weiterer Länder. Insgesamt sollen so 20 000 bis 30 000 Asylbewerber pro Jahr für eine freiwillige Ausreise gewonnen werden.

„Dabei stecken wir niemandem einen Scheck in die Brusttasche“, sagte Müller. „Wir finanzieren ausschließlich Projekte vor Ort.“ Unter anderem werde der Siemens-Konzern mit Unterstützung seines Ministeriums im Irak 5000 junge Rückkehrer und Einheimische zu Elektrikern und Energietechnikern ausbilden. Ein ähnliches Programm habe die Bundesregierung bereits für den Wiederaufbau von zerstörten Städten wie Mossul und Tikrit im Irak aufgelegt. Dadurch seien in den vergangenen sechs Monaten rund 300 000 geflohene Menschen aus anderen Landesteilen, dem Libanon und Jordanien in ihre Heimat zurückgekehrt.

(kna)