Herausforderung annehmen

Der Klimawandel steht nicht bevor, wir stecken bereits mittendrin. Aufhalten lässt er sich nicht mehr, nur noch abmildern. Und er beginnt vor unserer Haustür. Dabei ist schlicht egal, ob der Klimawandel vom Menschen verursacht oder nur verstärkt wird - die Herausforderung ist dieselbe.

Einzig bei der Frage, ob es für uns möglich ist, den Wandel zu begrenzen, spielt menschliches Handeln eine Rolle. Fest steht: Es wird sich einiges ändern. Was gestern Ausnahme war, ist morgen Normalfall. Das bringt neue Herausforderungen mit sich, um auch unter den veränderten Bedingungen gut und sicher leben zu können. Aber wir haben auch die Forschung und die Technik, diese Herausforderungen zu meistern. Das heißt nicht, dass jeder so weitermachen kann wie bisher. Das heißt nur, dass es möglich ist, auch mit dem veränderten Klima klarzukommen. Es muss nur entschlossen gehandelt werden. Wir müssen uns vorbereiten. Die Aufgabe ist es nun zu ermitteln, wie sich der globale Klimawandel konkret in unserer Region auswirkt. Dazu dienen Klimastudien wie die aktuell vorgelegte, auch wenn sie noch keine ganz verlässliche Vorhersagen für das Klima im Jahr 2100 machen können. Sie zeigen auf, was möglich ist - je nach Entwicklung der globalen Klimapolitik. Machen wir uns nichts vor: Die Herausforderung ist schlicht gigantisch, denn die Natur ist und wird nicht beherrschbar sein. Unsere Verpflichtung ist es dabei, die Herausforderung für die kommenden Generationen mit entschlossener Klimapolitik nicht noch größer zu machen, als sie es ohnehin schon ist. c.brunker@volksfreund.de