HINTERGRUND

Schwere Unfälle in der Region 22. September 1995: Ein 40-Tonner-Tanklastzug kommt auf der B 268 bei Steinbachweiher (Kreis Trier-Saarburg) in einer Kurve von der Straße ab und landet im Graben. Der Tank mit 27 000 Litern Heizöl bleibt unbeschädigt.

4. Februar 1997: Ein mit drei Atom-Müll-Behältern beladener Zug entgleist im lothringischen Apach nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze. Angeblich treten keine radioaktiven Strahlen aus dem Castor-Behälter aus.

SEPTEMBER 1998: Der so genannte Porsche-Unfall macht bundesweit Schlagzeilen: Auf der B 51 bei Neuendorf sterben zwei Brüder aus Nimshuscheid. Sie sind mit ihrer Mutter unterwegs nach Bonn, um ihren Vater im Krankenhaus zu besuchen. Auch ein holländischer Urlauber kommt ums Leben. Der Fahrer des silbernen Porsche, der durch ein rücksichtsloses Überholmanöver das Unglück verursacht hatte, ist immer noch nicht ermittelt.

SEPTEMBER 1999: Bis zur Entschärfung der Abzweigung "Brühlborn" auf der B 51 bei Dausfeld (Kreis Bitburg-Prüm) ereignen sich dort mehrere tödliche Unfälle, unter anderem verunglückt 1999 ein schwedischer Reisebus. Zwei Menschen sterben, 30 werden verletzt. Die 1999 eingerichteten vier Überholspuren haben die Strecke kaum sicherer gemacht: Auf den einspurigen Gegenfahrbahnen wird trotzdem überholt. Auch auf dem Stück von Stadtkyll bis Neureuth - nur dort kann weiterhin in beiden Richtungen überholt werden - gibt es täglich riskante Manöver. Weiterer Gefahren-Faktor: tiefe Spur-Rillen wegen des erhöhten Schwerlastverkehrs.

6. Oktober 2000: Ein mit 288 Fässern mit dem hochexplosiven Stoff Nitrocellulose beladener Sattelzug kippt bei Brühlborn in einer Rechtskurve um. Zehn Fässer des leicht entzündlichen Stoffes werden beschädigt, es tritt aber kein Gefahrgut aus.

20. Februar 2002: Ein französischer Gefahrgut-LKW, beladen mit Ethyl-Alkohol, landet auf der B 51 bei Neuendorf im Straßengraben. Der Auflieger bleibt unbeschädigt.

29. August 2002: Ein Gefahrgutzug entgleist im Trierer Stadtteil Ehrang. Zwei der mit Cumol befüllten Kesselwagen gehen in Flammen auf, eine Giftwolke zieht über den Stadtteil, unmittelbar an der Unfallstelle wohnende Bürger werden in Sicherheit gebracht, Gemüse und Obst aus umliegenden Gärten dürfen nicht mehr geerntet werden. Noch immer, mehr als ein halbes Jahr nach dem Unglück, wird das Grundwasser an der Unglücksstelle gereinigt, einige Anwohner klagen weiter über Geruchsbelästigung durch Cumol. Laut Trierer Gesundheitsamt besteht aber keine Gefahr für die Bevölkerung. Zwei der Anwohner sind noch immer wegen Vergiftungen in Behandlung. Die Versicherung der Deutschen Bahn hat die Schäden bezahlt.

9. OKTOBER 2002: Eine vierköpfige Familie aus Utscheid in der Eifel wird beim Zusammenstoß mit einem Sattelzug auf der B 51 in Höhe Olzheim ausgelöscht - Mutter, Vater und zwei kleine Söhne sterben am Unfallort.

17. OKTOBER 2002: An der gleichen Stelle stirbt ein 57-jähriger Autofahrer, als sein Pkw ebenfalls mit einem Lastwagen kollidiert.

27. Januar 2003: Ein mit 20 000 Litern Kohlendioxid gefüllter Tanklaster kommt auf der A 1 kurz vor der Ausfahrt Wittlich von der Fahrbahn ab, der Tank bleibt unbeschädigt. Unfallursache: überhöhte Geschwindigkeit.

31. Januar 2003: Ein mit Gefahrgut beladener Sattelzug kommt auf der schneeglatten A 1 zwischen Mehring und Reinsfeld von der Straße ab und stürzt eine Böschung hinab. Der Fahrer wird schwer verletzt, Gefahrgut tritt nicht aus.

14. März 2003 : Aus einem LKW fließen auf der A 1 am Mehringer Berg mehrere Liter Klebstoff, Gefahr für die Umwelt besteht angeblich nicht.(fpl/mr/wie)