"Hoffentlich kehrt endlich Ruhe ein"

Der bei der CDU in Ungnade gefallene Michael Billen lässt seine Fraktionszugehörigkeit ruhen, bleibt aber Abgeordneter. Der TV hat regionale CDU-Größen gefragt, was sie davon halten.

Bernd Henter (Landtagsabgeordneter, Konz): "Ich hoffe, dass Ruhe in die Sache kommt. Nicht die Person Billen, sondern die Verantwortung der Landesregierung beim Nürburgring-Ausbau muss im Vordergrund stehen."

Patrick Schnieder (Bundestagsabgeordneter und designierter Bezirkschef): "Der innerparteiliche Konflikt muss endlich aufhören. Für einzelne Personen und die Partei ist das eine sehr belastende Situation."

Herbert Schneiders (Landtagsabgeordneter, Daun): "Ich finde, das war eine sehr gute Diskussion - die aber an einigen Stellen erschreckend deutlich gemacht hat, um was es einigen Beteiligten wirklich ging. Sie hätte nicht das gewünschte Ergebnis gebracht, wenn Billen nicht eingelenkt hätte."

Peter Bleser (Bundestagsabgeordneter, Cochem): "Michael Billen hat moralisch total versagt. Er stellt das Eigeninteresse über das von Partei und Fraktion. Damit verringert er die Chancen, bei der nächsten Landtagswahl eine bessere Politik fürs Land zu bekommen."

Gordon Schnieder (designierter Vulkaneifel-Kreisvorsitzender): "Man kann Michael Billen das Mandat nicht wegnehmen. Die Entscheidung kommt aber einem Ausschluss aus der Fraktion gleich. Billen wird nicht mehr zurückkehren können. Und nach dem Bezirksparteitag Anfang Februar, bei dem Michael Billen nicht erneut für den Vorsitz kandidieren wird, ist er auch kein Thema mehr für den Vulkaneifelkreis."

Berti Adams (Landtagsabgeordneter, Trier): "Billen ist raus in dieser Legislaturperiode. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit für seinen Ausschluss wäre auf jeden Fall zustande gekommen."

Günther Schartz (CDU-Landesvize, Trier): "Es ist wichtig, dass Michael Billen auf alle Ämter in der Fraktion verzichtet hat und so ein juristisches Verfahren verhindert wurde. Michael Billens Rückkehr in die CDU-Fraktion halte ich nach dem jetzigen Stand der Dinge für unwahrscheinlich."

Bernhard Kaster (Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Trier): "Ich kommentiere das nicht." (sey/fcg)