Im Gespräch

DieTagesschau ist nach wie vor die meist gesehene Nachrichtensendungim deutschen Fernsehen. Kürzlich jedoch wurde das Ergebnis einerrepräsentativen Umfrage unter 1061 Frauen und Männernveröffentlicht, das die Tagesschau-Macher eigentlich nicht mehrschlafen lassen dürfte und alle Journalisten, auch unsZeitungsmacher, zu selbstkritischem Nachdenken veranlassen muss:88 Prozent der Deutschen, so das Ergebnis, verstehen nämlichnicht mehr jedes Wort und jede Meldung derTagesschau-Nachrichten. Weil die Sprache teilweise zu kompliziertist, die Sätze zu verschachtelt sind und viele Begriffe nichtmehr erklärt werden. Genau diese Fehler wollen wir Zeitungsjournalisten vermeiden. Deshalb finden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, bereits seit Jahren im Trierischen Volksfreund zu vielen Themen erklärende Stichworte und Hintergrundberichte. Und um Schachtelsätze und eine zu komplizierte Sprache zu vermeiden, werden alle Texte von Nachrichten-Agenturen und Mitarbeitern - trotz des großen Zeitdrucks, unter dem eine Tageszeitung nun einmal gemacht wird - noch einmal auf Verständlichkeit hin bearbeitet. Fremdwörter wollen wir dabei weitgehend vermeiden, so weit das möglich ist und sie nicht Bestandteil des allgemeinen Sprachgebrauchs geworden sind. Aber wenn ein Auto nun einmal "Outlander" heißt, werden wir ihm auch in Zukunft keinen deutschen Namen verpassen können.

Also, liebe Leserin, lieber Leser, immer gelingt uns das nicht. Aber immer öfter. Und wir arbeiten weiter daran.

Ein schönes Wochenende

Ihr Walter W. Weber
Chefredakteur