Im Gespräch

Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit den Ergebnissen irgendwelcher Studien konfrontiert werden. Die einen besagen dies, die anderen genau das Gegenteil.

Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit den Ergebnissen irgendwelcher Studien konfrontiert werden. Die einen besagen dies, die anderen genau das Gegenteil. Dass da etwas nicht stimmen kann, haben wir alle wohl schon vermutet. Jetzt wissen wir auch endlich ganz genau, dass es wirklich so ist.Unsere Kollegen des Fachmagazins "Nature" haben kürzlich das Ergebnis einer Umfrage unter 3200 amerikanischen Forschern veröffentlicht. Jeder Dritte der Befragten gab dabei zu, in eigenen Studien Daten gefälscht oder "frisiert" zu haben. Man kann vermuten, dass damit nur die Spitze des Eisberges sichtbar geworden ist. Und man kann danach auch unterstellen, dass es in Deutschland wohl nicht anders ist.

Womit wir, liebe Leserin, lieber Leser, nun wissen, was wir in Zukunft von Studien zu halten haben: Die Ergebnisse sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Eine Boulevard-Zeitung veröffentlichte vor einigen Wochen eine Studie, wonach ein Forscher-Team von drei renommierten US-Universitäten herausgefunden haben will, dass Menschen mit bestimmten Hirnschäden bei Aktien-Spekulationen an der Börse erfolgreicher seien als gesunde Investoren.

Ich meine, um auf so etwas zu kommen oder das auch noch zu glauben, muss man schon etwas an der Waffel haben, um das einmal neudeutsch auszudrücken. Ich wünsche Ihnen ein schönes Bundestagswahl-Wochenende

IhrWalter W. Weber

Chefredakteur