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Nordrhein-Westfalen
In jeder dritten Grundschule sind Zuwandererkinder in der Überzahl

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In mehr als einem Drittel aller Grundschulen in Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil der Kinder mit Zuwanderungsgeschichte über 50 Prozent. In 1032 der 2787 Grundschulen an Rhein und Ruhr stammt mindestens jeder zweiter Schüler aus einer Familie mit Migrationshintergrund.

Das teilte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag mit.

Duisburg und Dortmund haben die meisten Zuwandererkinder

An 260 Grundschulen in NRW liegt der Anteil der Zuwandererkinder laut Gebauer sogar zwischen 75 und 90 Prozent. In 56 dieser Schulen würden fast ausschließlich Jungen und Mädchen mit Migrationsgeschichte unterrichtet. Die meisten Schulen mit einem Migrantenanteil zwischen 90 und 100 Prozent gibt es laut Statistik in Duisburg und Dortmund.

Deutlich weniger Kinder mit ausländischen Wurzeln besuchen in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Schulministerin die Gymnasien. Bei 560 der landesweit 625 Gymnasien mit insgesamt 507.499 Schülern liegt der Migrantenanteil derzeit unter 50 Prozent. An 285 dieser höheren Schulen hat weniger als jeder vierte Schüler eine Zuwanderungsgeschichte.

Bei den landesweit 318 Hauptschulen liegt der Migrantenanteil dem Schulministerium zufolge zwischen 25 und 75 Prozent. Nur bei 40 dieser Schulen ist der Anteil niedriger und bei 35 höher. An vier Hauptschulen werden nahezu ausschließlich Zuwandererkinder unterrichtet.

(felt)