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Internetseite Hoaxmap dokumentiert Falschmeldungen über Flüchtlinge

Internetseite Hoaxmap dokumentiert Falschmeldungen über Flüchtlinge

Wer kennt sie nicht? Schauergeschichten über massenhafte Diebstähle, Belästigungen, Vergewaltigungen oder Mord durch Asylbewerber werden immer wieder online verbreitet. Eine private Internetseite stellt sich dem entgegen.

Supermärkte würden in den Ruin getrieben, Menschen trauten sich nicht mehr vor die Tür. Rentner müssten ihre Wohnungen räumen, Gräber würden geschändet und vieles mehr: In den sozialen Netzwerken kursieren die absurdesten Behauptungen - und sie werden geglaubt. Dabei handelt es sich meistens um bewusst verbreitete Falschmeldungen (Hoaxes), um die Stimmung gegen Flüchtlinge weiter anzuheizen.
Auch in Trier und Hermeskeil gab es derlei Gerüchte.

Aus diesem Grund hat Twitter-User @noaveragerobot das Projekt hoaxmap.org ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich Medienberichten zufolge die 30-jährige Karolin Schwarz. Mit einem Bekannten sammelt sie die Falschmeldungen und verzeichnet sie in einer Google-Karte. Wenn man die Seite aufruft und einen der orangenen Punkte auf der Karte anklickt, werden Gerücht, Ort und Kategorie des Gerüchts angezeigt. Außerdem ist die Quelle, die den Hoax widerlegt verlink - zumeist Berichte von Lokalzeitungen.

Fast 190 Hoaxes sind jetzt schon eingezeichnet und das obwohl die Seite erst am 8. Februar online ging. Auch ein Fall aus Trier ist in der Datenbank vermerkt . "Wir hoffen, dass sich einige von Fakten überzeugen lassen und ihre Meinung überdenken.", sagt Betreiberin Schwarz gegenüber der Süddeutschen Zeitung . Wer das Projekt unterstützen und Fakten beitragen will, kann eine Nachricht an mail@hoaxmap.org senden.