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Kindergeld, Steuern, Renten: Das ändert sich 2012

Kindergeld, Steuern, Renten: Das ändert sich 2012

Trotz aller Krisen gehen die meisten Deutschen optimistisch ins neue Jahr. Fast die Hälfte glaubt nach einer aktuellen Allensbach-Studie, dass 2012 für sie ein gutes Jahr wird. Einige Gesetzesänderungen und Preissenkungen sorgen zudem dafür, dass viele Verbraucher mehr Geld im Portemonnaie haben werden.

Eltern dürfen sich auf den 1. Januar freuen. Sie können nun Kinderbetreuungskosten leichter absetzen. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler müssen Eltern mit Kindern bis zum 14. Lebensjahr ab Januar keine aufwendigen Nachweise mehr über ihre Kinderbetreuungskosten erbringen. Ab nächstem Jahr ist es unerheblich, ob die Kosten aufgrund einer Berufstätigkeit, einer Krankheit entstanden oder privat veranlasst sind. Die Kosten können zu zwei Dritteln, bis maximal 4000 Euro pro Kind abgezogen werden.

Bei der Gewährung von Kindergeld und Freibeträgen wird auf die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern in der Schul- oder Berufsausbildung verzichtet. Bisher entfallen Kindergeld und -freibetrag ab 8004 Euro Eigeneinkünften eines Kindes. Da aber ohnehin nur ein Prozent der volljährigen Kinder diese Grenze überschreitet, fällt die komplizierte Überprüfung komplett weg - die immer wieder Ursache von Klagen war.

Die Berechnung der Entfernungspauschale wird vereinfacht. Bei Nutzung verschiedener Verkehrsmittel müssen die Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel nur noch in Ausnahmefällen für jeden einzelnen Tag belegt werden.
Die insgesamt 350 000 Soldaten, Richter und Beamten des Bundes erhalten wieder mehr Weihnachtsgeld. Vom neuen Jahr an verdoppelt es sich wieder auf 60 Prozent des Monatsgehalts. Wegen der leeren Staatskassen war die sogenannte Sonderzahlung im Jahr 2006 auf 30 Prozent gesenkt worden.

Für Millionen Beschäftigte gibt es eine bescheidene Erleichterung beim Beitragssatz zur Rentenversicherung: Er sinkt von 19,9 auf 19,6 Prozent des Bruttogehalts. Bei einem Durchschnittsverdienst von 2500 Euro beispielsweise ergibt das für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Entlastung von jeweils 3,75 Euro im Monat. red/dpa