Kontrollierte Entscheidung

Zumindest die Bürger von Oberkail werden nun wieder ruhiger schlafen können. Mit bemerkenswerter Schnelligkeit hat die US-Luftwaffe auf die anhaltende Kritik der Öffentlichkeit reagiert und die Zone für den so genannten kontrollierten Abwurf von Waffen und Munition aus bewohnter Eifel zum Truppenübungsplatz nach Baumholder verlegt.

Damit schüttelt die Geschwaderführung in Spangdahlem den in Teilen der Bevölkerung entstanden Ruf ab, wonach sie den Absturz vom 14. September herunterspiele und nicht wirklich gewillt sei, ihre "Bail-Out-Points" zu verlegen. Mit ihrer raschen wie - im Gegensatz zum Ausschuss selbst - kontrollierten Entscheidung ist es der US-Air-Force gelungen, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ihr eigenes Image aufzupolieren und für Glaubwürdigkeit zu sorgen. Bleibt die Frage, ob im Zuge der Abwurf-Diskussion nur die Eifel zur Debatte steht, oder der komplette deutsche Luftraum auf den Prüfstand kommt. Immerhin arbeiten nicht nur die Amerikaner in Notfällen mit solchen Zonen, sondern auch die deutsche Luftwaffe. Wenn es gelänge, dieses Problem in seiner Gesamtheit zu lösen, dann könnte man dem Absturz von Oberkail am Ende vielleicht doch noch etwas Positives abgewinnen. m.reuter@volksfreund.de

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