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Kreative Luxemburger, geschäftstüchtige Trierer

Kreative Luxemburger, geschäftstüchtige Trierer

SAARBRÜCKEN/TRIER. Dutzende Vorschläge aus einer Feder, geschäftstüchtige Teilnehmer und Zuschriften aus halb Europa: Catherine Fabre, Projektleiterin für den groß-regionalen Namenswettbewerb bei der Vereinigung Interregionale Presse, hatte in den vergangenen Monaten viel Arbeit - und mindestens eben so viel Spaß.

Die Luxemburger sind besonders kreativ: Das ist einer der Rückschlüsse, die aus den Ergebnissen des Wettbewerbs um den besten Namen für die Großregion gezogen werden könnten. Denn ein Teilnehmer aus dem "Ländchen" reichte stolze 31 Vorschläge ein. In der Region Trier scheint man dagegen besonders geschäftstüchtig zu sein: Von hier meldete sich ein Zeitgenosse mit der Ankündigung, den perfekten Namen für die Großregion gefunden zu haben. Allein - er wollte Geld dafür. Alle Argumente fruchteten nicht, der "Vorschläger" bestand auf Bezahlung, schwieg eisern, und der perfekte Name blieb der Großregion verwehrt. Zwei von vielen Anekdoten zum Namenswettbewerb, die Catherine Fabre, Projektleiterin für die Aktion bei der Vereinigung Interregionale Presse (Ipi), auf Lager hat. Ipi kümmerte sich um die Verbreitung des Wettbewerbs in den Medien und sammelte die Vorschläge, bevor sie an die Jury weitergeleitet wurden. Lachend erinnert sich Fabre auch an einen Mediziner aus dem Saarland, der den Wettbewerb ganz besonders ernst nahm: Weil er fürchtete, sein Vorschlag könnte im Internet, dem Fax-Gerät oder bei der Post verloren gehen, hakte er gleich mehrmals telefonisch bei Fabre nach - und brachte seinen Beitrag schließlich persönlich zur Ipi-Geschäftsstelle in Saarbrücken. Ein älterer Herr aus Belgien rief die Projektleiterin derweil auf der Suche nach einem Teilnahmecoupon sogar immer wieder auf dem Handy an. Auch der ein oder andere Vorschlag selbst amüsierte Fabre. "Besonders witzig finde ich den Namen ,Walalub‘, den eine Frau aus der Region Trier vorgeschlagen hat." Dieser Begriff sei zusammen gesetzt aus den Anfängen der Namen der verschiedenen Teilregionen. "Diese Aktion war eine schöne Sache"

Originell fand Fabre auch den Namen "Kolibria" - und die Begründung des Teilnehmers: Das Logo der Großregion erinnere an den Vogel Kolibri, zudem seien beide vergleichsweise klein, aber flink und beweglich. Vor allem aber hätten die Bewohner des Gebietes und der Kolibri einen gemeinsamen Charakterzug: Sie seien Feinschmecker. Natürlich hat Catherine Fabre auch einen persönlichen Favoriten auserkoren: "Pentalimes". Aus dem Griechischen und Lateinischen übersetzt heißt das "fünf Grenzen" - so viele hat die Großregion insgesamt. Freude machten Fabre aber nicht nur die Vorschläge selbst, sondern auch der Blick auf Herkunft und Anzahl. "Neue Bundesländer, Brüssel, Tirol, Sizilien" - aus halb Europa habe sie Ideen erhalten, schwärmt sie. Und von insgesamt 3000 Menschen. Eine überwältigende Resonanz, findet Catherine Fabre. "Diese Aktion war eine sehr schöne Sache."