Kreative Mitarbeiter

So schnell schießen die Preußen nicht: Anders als geplant wird das Trierer Bistum die Endfassung seines umstrittenen Millionen-schweren Spar-Pakets nun doch nicht in der kommenden Woche vorstellen. Etwas peinlich für den scheidenden Generalvikar Werner Rössel, der für den eng gestrickten Zeitplan letztlich verantwortlich ist.

Und ein Punktsieg für die Mitarbeiter der von den Kürzungs- und Streichplänen betroffenen katholischen Einrichtungen. Vor allem ihrem Engagement und ihrer Kreativität ist es zu verdanken, dass die Rotstift-Pläne leicht ins Stocken geraten sind. Die Mitarbeiter haben den bischöflichen Verwaltungschef beim Wort genommen, zuhauf innerhalb kürzester Zeit eigene Konzepte ausgearbeitet und Alternativvorschläge unterbreitet. Jetzt liegt es an Rössel & Co., die eingeforderten Einwendungen auch ernst zu nehmen und die Anregungen von Beschäftigten wie Betroffenen zu prüfen. Nicht schlimm, wenn das Spar-Konzept dadurch ein paar Wochen später auf die Schiene gesetzt wird. r.seydewitz@volksfreund.de