Kubrick, Nixon und der Mann im Mond

Kubrick, Nixon und der Mann im Mond

Einer der wohl bedeutendsten Filme über eine gefälschte Mondlandung ist der Mockumentary "Kubrick, Nixon und der Mann im Mond".

Ein "Mockumentary" ist eine Parodie auf einen Dokumentarfilm. "Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" ist eine französische Produktion aus dem Jahr 2002, die der Sender Arte bereits mehrfach ausgestrahlt hat. Regie führte William Karel, der 2003 für diesen Film den Adolf-Grimme-Preis erhielt. Sein Thema ist die Möglichkeit der Manipulation und Irreführung durch Massenmedien.

Die vermeintliche Dokumentation beweist - jedoch nur scheinbar - die Theorie, dass die Landung auf dem Mond vorgetäuscht wurde. Mit geschickt zusammengeschnittenen Spielszenen, Interviews und Archivmaterial entsteht der Eindruck, dass eigentlich der bekannte Regisseur Stanley Kubrick die Mondlandung inszeniert hat. Der Grund: Kubrick benötigte für seinen Spielfilm "Barry Lindon" nämlich ein besonders lichtstarkes Carl-Zeiss-Objektiv, das weltweit nur einmal gebaut wurde - im Auftrag der Nasa. Der Handel war: Film gegen Objektiv. Da die Nixon-Regierung ohnehin ein Scheitern der Mond-Expedition befürchtete, habe man sich gleich entschlossen, die Mondlandung auf der Erde zu drehen.

Frappierend in dem Mockumentary ist, dass viele Prominente selbst mitgespielt haben. Bereits in der Einführungsszene ist Kubricks Witwe Christiane zu sehen, die erzählt, wie sie nach Kubricks Tod zufällig ein seltsames Geheim-Dokument in seinen Unterlagen findet, in dem der "Deal" mit der Nasa festgehalten wurde. Nach der gefälschten geglückten Apollo-11-Mission habe Nixon jedoch Angst bekommen, dass die Täuschung auffliegt, und habe viele Regierungsbeamte liquidieren lassen. Diese Furcht sei dann auch Anlass für Kubrick gewesen, nach Großbritannien zu ziehen.

Neben Christiane Kubrick sind in dem Film unter anderem Edwin Aldrin (Apollo-11-Astronaut), Lois Aldrin (Ehefrau von Edwin Aldrin), Lawrence Eagleburger (in der Nixon-Regierung Assistent des US-Sicherheitsberaters Henry Kissinger) und Donald Rumsfeld (Assistent des US-Präsidenten Nixon und späterer Verteidigungsminister der USA) zu sehen, die jedoch nichts über den eigentlichen Zweck der Interviews wussten.

Der Film löst am Ende das Rätsel auf. Außerdem gibt er Hinweise darauf, dass es eine Parodie ist. So fallen zum Beispiel Namen, die an Figuren aus Kubrick-Filmen erinnern: Zum Beispiel David Bowman (Astronaut in 2001: Odyssee im Weltraum), Jack Torrance (Rollenname des Hauptdarstellers in The Shining) und Dimitri Muffley (Kombination der Namen des US-Präsidenten bzw. des sowjetischen Generalsekretärs in Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben).