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Kühl nicht als Senator nach Berlin

Kühl nicht als Senator nach Berlin

Der ausgeschiedene Finanzminister Carsten Kühl ist als neuer Finanzsenator in Berlin im Gespräch, wechselt aber nicht dorthin. Das sagte Kühl dem TV. Unterdessen gibt es weitere Personalwechsel bei der SPD.

Mainz. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet einer der Wenigen, die sich damals kritisch über den gigantischen Ausbau des Nürburgrings geäußert haben, ist nun über die Eifel-Rennstrecke gestolpert. Auf Wunsch von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die ein Signal des Aufbruchs setzen wollte, musste Finanzminister Carsten Kühl seinen Hut nehmen. Offiziell heißt es, Kühl habe seinen Rücktritt angeboten.Fraktionsgeschäftsführer Ruhose


Kaum war die Kabinettsumbildung bekannt geworden, wurde spekuliert, Kühl könne Nachfolger des Berliner Finanzsenators Ulrich Nussbaum werden. Nussbaum, geboren in Trassem im Kreis Trier-Saarburg, ist seit Mai 2009 im Amt. Er hat im Oktober seinen Rückzug zum 11. Dezember angekündigt. Auf TV-Anfrage verrät Kühl, er werde nicht nach Berlin gehen. "Ich möchte mich erst mal orientieren", sagt Kühl.
Derweil gibt es bei den Sozialdemokraten auch unterhalb der Ministerriege und der Fraktionsspitze ein Stühlerücken. Fedor Ruhose, bislang Büroleiter von Alexander Schweitzer im Sozialministerium, folgt dem neuen Fraktionschef und wird Fraktionsgeschäftsführer der SPD. Als solcher hat er unter anderem die Personalverantwortung für die Mitarbeiter und koordiniert in Ergänzung zur Parlamentarischen Geschäftsführerin Barbara Schleicher-Rothmund die Abstimmung mit CDU und Grünen.
Ruhoses Vorgänger Daniel Asche verlässt die SPD-Fraktion und wechselt ins Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, eventuell in leitende Position. Ruhoses Job als Büroleiter der neuen Ministerin Sabine Bätzing-Lichten thäler im Sozialministerium übernimmt Thorsten Jung, bislang parlamentarischer und Kabinettsreferent.Personalkarrusell dreht sich


Die neue Finanzministerin Doris Ahnen nimmt ihren persönlichen Referenten Martin Kinzelbach und ihren Grundsatzreferenten Florian Müller aus dem Bildungsministerium mit. Dort bringt der neue Staatssekretär Thomas Deufel einen Vertrauten aus Thüringen mit.
Personalwechsel gibt es auch in den Pressestellen: Zum 1. Dezember wird Oliver Schopp-Steinborn neuer Pressesprecher des SPD-Landesverbands. Julia Jennewein, Pressesprecherin der SPD-Fraktion, wechselt 2015 in gleicher Funktion ins Bildungsministerium. Nachfolger wird Johannes Bentrup, der aus Hessen kommt.