1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Leben mit dem Winter in der Eifel, auf dem Hunsrück und an der Mosel

Leben mit dem Winter in der Eifel, auf dem Hunsrück und an der Mosel

Der massive Schneefall vom Sonntag hat dazu geführt, dass an vielen Schulen in der Region der Unterricht ausfiel. Die Polizeiinspektionen haben verhältnismäßig wenige Unfälle verzeichnet.

Daun/Bitburg/Prüm/Wittlich/Bernkastel-Kues/Morbach/Trier. (fpl/ch/cweb/rm) So viel Schnee war fast noch nie: Was am Sonntag vom Himmel kam, ließ die Niederschläge der Vorwoche wie ein zaghaftes Gefiesel erscheinen. Eine Übersicht über die Lage in der Region Trier.

Eifelkreis Bitburg-Prüm: Bei den Polizei-Inspektionen im Eifelkreis Bitburg-Prüm sah es fast schon entspannt aus: "Nichts Erwähnenswertes", heißt es in Prüm. "Ganz minimale Blechschäden", teilen die Kollegen in Bitburg mit. Der Grund: wenig Verkehr, disziplinierte Fahrer.

In allen Dienstbezirken jedoch fielen infolge von Windstößen und Schneelast Bäume um und mussten von den Straßen geräumt werden.

Viele Schulen ließen den Unterricht ausfallen, so in Bitburg, Neuerburg, Biesdorf, Irrel, Speicher und anderen Orten. In Prüm hatten nur die Schüler des Regino-Gymnasiums frei. Die Realschule Plus in Bleialf ließ den Nachmittagsunterricht ausfallen. In der Verbandsgemeinde Arzfeld blieb die Grundschule Daleiden dicht, während man aus Arzfeld normalen Betrieb meldet.

Landkreis Vulkaneifel:

Kaum Unfälle verzeichnete auch die Polizeiinspektion Daun im Landkreis Vulkaneifel: "Es war ruhig", sagt Helmut Schäfer. Gefahr hätten nur einige umgestürzte Bäume verursacht. Im gesamten Vulkaneifelkreis herrschte am Montag normaler Schulbetrieb: "Uns ist nicht bekannt, dass hier eine Schule keinen Unterricht gehabt hätte", sagt Kreis-Pressesprecherin Verena Bernardy. Zwar seien etliche Schüler daheim geblieben, weil ihre Busse nicht fuhren. "Aber offen hatten sie alle." Und davon gehe man auch für den Dienstag aus.

In vielen Schulen konnten die Verantwortlichen noch keine Prognose für heute und Mittwoch geben. Eltern und Schülern wird geraten, anzurufen oder auf den jeweiligen Internetseiten nachzuschauen, auf denen die Schulen aktuell informieren.

Kreis Bernkastel-Wittlich: Zahlreiche Straßen im Hunsrück sind am Montag wegen Schneebruch-Gefahr gesperrt gewesen. Die L 146 von Thalfang in Richtung Erbeskopf war am späten Vormittag, die B 269 zwischen Idarbrücke und Birkenfeld erst gegen 15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Obwohl vielerorts am Nachmittag erneut Schnee fiel, meldeten die Polizeiinspektionen Wittlich, Bernkastel-Kues und Morbach keine Verkehrsunfälle.

Schneebruch droht auf den Langlaufloipen zwischen dem Wintersportzentrum Erbeskopf und Idarkopf. Dort liegen bereits einige Bäume auf der Spur. Die Loipen bleiben bis auf weiteres gesperrt. Die Lifte am Erbeskopf sind weiter in Betrieb - bei 40 Zentimetern Schnee.

Viele Schulen im Kreis blieben am Montag geschlossen, unter anderem die Integrierte Gesamtschule in Morbach, die Realschule plus in Thalfang sowie die Grundschulen in Hetzerath, Landscheid und Gladbach. Unterricht mit nur 69 der 500 Schüler fand an der Regionalen Schule in Salmtal statt. An den Gymnasien in Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues fehlten zwei Drittel der Schüler, der Nachmittagsunterricht fiel dort aus. Unterricht nach Plan meldeten das Cusanus-Gymnasium und das Peter-Wust-Gymnasium in Wittlich; das sei auch am heutigen Dienstag so vorgesehen.

Kreis Trier-Saarburg: Die Polizeiinspektionen meldeten nur einzelne Unfälle mit Blechschäden. Im Hochwald sorgte der extreme Schneefall mit Eisglätte für die größten Probleme. Auf der B 327 (Hunsrückhöhenstraße) bei Malborn blieben gegen 12 Uhr mehrere LKW liegen. Erst am Nachmittag entspannte sich die Lage wieder. Eine ganze Reihe von Straßen musste wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden, darunter die L 46 von Trier-Quint nach Zemmer-Roth. Unterschiedlich reagierten die Schulen auf die Wetterlage. Frei hatten über 1000 Schüler am Stefan-Andres-Schulzentrum in Schweich und die Schüler der Realschule plus in Kell am See/Zerf. In Konz, Saarburg und Hermeskeil wurde in den weiterführenden Schulen der Nachmittagsunterricht abgesagt. In den meisten Grundschulen lief der Unterricht normal. ab auch wenn teilweise Schüler fehlten.

Stadt Trier: Trier, normalerweise vom Klima begünstigt, treffen die Winterwetter-Kapriolen besonders hart. Das Stadtreinigungsamt sei in den vergangenen Tagen mit bis zu 120 Mitarbeitern gleichzeitig im Einsatz gewesen, berichtet Rathaus-Sprecher Hans-Günther Lanfer. Ausnahmezustand auch auf den Straßen. Allein gestern verzeichnete die Polizei im Stadtgebiet 15 Unfälle auf glatten Fahrbahnen. In aller Regel blieb es bei Blechschäden. An den meisten Schulen endete der Unterricht vorzeitig.