Lehmann statt Marx

FULDA/TRIER. (sey) Doch keine Überraschung bei der Fuldaer Bischofskonferenz: Das Mainzer Kirchenoberhaupt Karl Kardinal Lehmann (69) bleibt weitere sechs Jahre Vorsitzender. Als möglicher Nachfolger war im Vorfeld auch der Trierer Bischof Reinhard Marx (51) gehandelt worden.

Es ging ähnlich vertraulich zu wie beim Konklave in Rom, doch wesentlich rascher: Bei der Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz stand der Sieger bereits nach dem ersten Urnengang fest; vier waren's bei der letzten Papstwahl. Der neue Vorsitzende ist der seit 1987 amtierende: der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann. Weil der 69-Jährige bis zum Tag der Wahl offen gelassen hatte, ob er für eine vierte Amtszeit zur Verfügung stehen würde, hatte es reichlich Spekulationen über einen möglichen Nachfolger gegeben. Heiß gehandelt: der Trierer Bischof Reinhard Marx. Auch als möglicher Lehmann-Vize war Marx im Gespräch. Doch auch bei dieser Personalie bleibt alles beim Alten: Heinrich Mussinghoff (64), Bischof von Aachen, wurde wieder gewählt. Die Wahl Lehmanns stieß allenthalben auf breite Zustimmung. Der Mainzer Bischof repräsentiert 26 Millionen deutsche Katholiken.