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Luxemburg ersetzt gestrichene Fernzüge

Luxemburg ersetzt gestrichene Fernzüge

Die ab Dezember wegfallenden Fernzüge von Luxemburg über Trier nach Koblenz werden teilweise durch luxemburgische Regionalzüge ersetzt. Die Kosten dafür teilen sich Rheinland-Pfalz und Luxemburg.

Trier. Die Luxemburger Bahn CFL ersetzt einen der ab 11. Dezember wegfallenden IC von Luxemburg nach Koblenz und zurück durch einen durchgehenden Regionalzug. Entsprechende Informationen unserer Zeitung wurden gestern vom luxemburgischen und vom rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium bestätigt. Statt des bisherigen IC wird um 16.20 Uhr in Luxemburg (17.09 Uhr in Trier) ein moderner Doppelstockzug der CFL starten. In umgekehrter Richtung fährt der Regionalexpress ab 19.20 Uhr von Koblenz wieder zurück.
Die anderen beiden wegfallenden IC-Züge werden nur zwischen Trier und Luxemburg und zurück ersetzt. Dafür entfällt ein Regionalexpress am späten Abend. Die Kosten für die zusätzlichen Züge teilen sich Luxemburg und Rheinland-Pfalz entsprechend den Strecken im jeweiligen Land. Auf Rheinland-Pfalz entfallen 800 000 Euro.
Die ebenfalls wegfallende Direktverbindung von Trier nach Berlin wird nicht ersetzt. Die Bahn wollte vom Land sechs Millionen Euro jährlich für den Erhalt der Fernverkehrsverbindungen. Als das Land sich weigerte zu zahlen, strich die Bahn die Züge (der TV berichtete). Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster bezeichnete den nun gefundenen Kompromiss als Schadensbegrenzung. Er fordert aber eine langfristige Lösung, damit "die Region weiter im Fernverkehr auftaucht".