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Mautpläne sorgen für Verärgerung in Luxemburg

Mautpläne sorgen für Verärgerung in Luxemburg

Die Luxemburger sind sauer auf den deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Dieser hatte im Gespräch mit dem TV deutlich gemacht, dass es bei der PKW-Maut keine Ausnahmen für Luxemburger geben werde.

Luxemburg. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat es sich mit den Luxemburgern verscherzt. Seine Aussage, dass es bei der PKW-Maut für ausländische Autofahrer keine Ausnahme für Grenzregionen geben werde, erzürnt viele Bürger im Nachbarland. Dobrindt sagte im Gespräch mit dem TV, dass auch in der Region Trier ausländische Autofahrer - und somit auch Luxemburger - auf Autobahnen Maut zahlen müssten. Alle anderen Straßen seien mautfrei.
"Also jetzt muss Luxemburg reagieren und auch Maut einführen", lautet eine Reaktion auf der Internetseite der Tageszeitung Luxemburger Tageblatt. "Alle die hier ins Land kommen, müssen zahlen", meint ein anderer Leser der Zeitung.
Die luxemburgische Regierung fordert seit langem eine europäische Lösung bei der Maut. Immer wieder wird aber betont, dass im Großherzogtum keine Straßengebühren geplant sind. Der Einzelhandel der Region fürchtet durch die PKW-Maut um die Einnahmen durch Luxemburger Kunden. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) plädiert für einen 30 Kilometer breiten mautfreien Raum in Grenzregionen. wie