Mehr als 200 Missbrauchsopfer beantragen Entschädigung bei katholischer Kirche

Mehr als 200 Missbrauchsopfer beantragen Entschädigung bei katholischer Kirche

Bei der Deutschen Bischofskonferenz sind bislang 210 Entschädigungsanträge von Missbrauchsopfern eingegangen. Dies sagte der Sprecher der Konferenz, Matthias Kopp, dem Trierischen Volksfreund.

Über 25 Anträge habe die Zentrale Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz in ihrer ersten Sitzung bereits beraten. Die Psychologen, Juristen und Theologen in diesem Gremium geben Empfehlungen über die Höhe der Entschädigungszahlungen ab. Letztlich entscheidet das jeweilige Bistum, das auch das Geld zur Verfügung stellt. Anträge sind seit Anfang März 2011 möglich.

Der kirchliche Missbrauchsbeauftragte, Triers Bischof Stephan Ackermann (48), hat zugesagt, die Betroffenen "schnell und unbürokratisch" zu entschädigen - mit bis zu 5000 Euro, in "Härtefällen" mehr.

Laut Ackermann sollen die ersten Betroffenen bis Ende Juni 2011 ihr Geld bekommen. Opferverbände wie das Trierer Bündnis Missbit haben die angekündigten Entschädigungssummen als unzureichend kritisiert.

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