1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Mehr Kontrolle, mehr Verantwortung, mehr Stabilität

Mehr Kontrolle, mehr Verantwortung, mehr Stabilität

Die 20 größten Wirtschaftsnationen der Erde (G20) wollen die Finanzmärkte bändigen. Nach monatelangen Verhandlungen zeichnet sich für das Treffen Folgendes ab. Eine Auswahl:

Regulierung: Die G20 sind sich einig, dass alle Finanzmärkte, -produkte und -unternehmen kontrolliert werden sollen. Auch Rating-Agenturen, die die Gefahren von Finanzprodukten beurteilen sollen, in der Vergangenheit aber versagt haben. Strittig ist noch die Überwachung der Hedge-Fonds.

Reform der Finanzinstitutionen: Das Forum für Finanzstabilität (Financial Stability Forum, FSF), das bereits die Entwicklung der Finanzmärkte beobachtet, soll erweitert werden. Künftig werden auch Länder wie China, Indien, Mexiko, Südafrika und Brasilien aufgenommen. In dem Forum sitzen Vertreter der Finanzministerien, der Zentralbanken und der Aufsichtsbehörden.

Geld für den IWF: Die Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sollen aufgestockt werden. In der Diskussion ist eine Verdoppelung. Der IWF soll zudem gestärkt werden. China und andere aufstrebende Nationen sollen mehr Einfluss bekommen.

Kontrolle der Kontrolle: Wenn die G20 Regeln verabschieden, soll ein dreistufiges Verfahren garantieren, dass sie auch eingehalten werden. Aus deutscher Sicht könnte das so aussehen: Das FSF soll künftig Regeln für Finanzprodukte aktualisieren. Die Aufsicht darüber, ob diese Regeln tatsächlich eingehalten werden, soll bei den nationalen Behörden bleiben.

Steueroasen: Alle Länder sollen künftig Anfragen der Steuerbehörden anderer Staaten beantworten. Ob Staaten, die sich weigern, auf schwarze Listen gesetzt werden, ist noch unentschieden.

Managergehälter:
Die Bezahlung der Manager soll sich weltweit mehr am langfristigen Erfolg der Unternehmen orientieren.