Mörder von Breit bleibt lebenslang im Gefängnis

Mörder von Breit bleibt lebenslang im Gefängnis

Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung eines 29-jährigen Trierers wegen Mordes zu lebenslanger Haft bestätigt. Der Mann hatte beantragt, das Urteil überprüfen zu lassen. Der Gerichtshof wies die Revision als unbegründet ab.

Trier. Es dürfte selten vorkommen, dass die Verteidigerin eines wegen Mordes zu lebenslanger Haft Verurteilten das Urteil als gerechtfertigt und als Genugtuung gegenüber den Angehörigen bezeichnet. Genau das hat aber die Trierer Rechtsanwältin Sylvia Karrenbauer im März vergangenen Jahres nach dem Richterspruch gegen einen damals 28-Jährigen getan. Der Trierer hatte im Dezember 2012 in Breit (Kreis Bernkastel-Wittlich) seine 23-jährige Ex-Freundin brutal ermordet, indem er mehrmals mit einem Messer auf die wehrlos am Boden liegende zweifache Mutter einstach. Das Trierer Landgericht hat ihn vor fast einem Jahr wegen kaltblütigen Mordes verurteilt und wegen versuchten Totschlags, weil er auch den Ex-Ehemann der Frau, der ihr helfen wollte, angegriffen hatte und töten wollte. Der Mann bestritt bis zum Schluss des Prozesses die Tat. Obwohl seine Verteidigerin das Urteil für gerechtfertigt hielt, hat sie dennoch eine Revision beim Bundesgerichtshof beantragt. Sie hatte bei dem Prozess auf eine Haftstrafe wegen Totschlags plädiert.Angst vor Angeklagtem


Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Revision als unbegründet abgewiesen. Der mittlerweile 29-jährige Berufskraftfahrer ist damit rechtskräftig wegen Mordes und versuchten Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Mann hatte während des vierwöchigen Prozesses eine erschreckende Gefühllosigkeit und mangelnde Einsicht gezeigt. Einige Zeugenaussagen quittierte er mit Grinsen. Eine Ex-Freundin, die gegen ihn aussagte, provozierte er durch Gesten und aggressive Blicke. Versuchte seine Verteidigerin zu Beginn des Prozesses noch, das Gericht von der Unschuld des Mannes zu überzeugen, hat sie dann gegen Ende diese Strategie aufgegeben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie selbst Angst vor dem Mann hatte. Bei der Urteilsverkündung Ende März 2013 bat sie einen Justizwachtmeister, sich zwischen sie und den Angeklagten zu setzen - zum Schutz vor dem Mann, den sie verteidigt. wie

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