Nach Anschlag in Istanbul: Besorgte Kunden melden sich in Reisebüros

Nach Anschlag in Istanbul: Besorgte Kunden melden sich in Reisebüros

Nach dem Terroranschlag in Istanbul haben sich bei auf Türkei-Reisen spezialisierten Reisebüros vermehrt besorgte Kunden gemeldet. „Es gibt schon Anfragen“, sagte am Mittwoch Veysel Dursun, Geschäftsführer von Atalay Touristik in Mainz. Viele erkundigten sich etwa, wie kulant Veranstalter bei Stornierungen seien.

Es sei keine Hauptreisezeit, und doch sei eine gewisse Sorge vor Reisen in die Region spürbar. "Wir registrieren eine Zurückhaltung, was verständlich ist", sagte Dursun.

Ähnliches berichtete ein Mitarbeiter des Reisebüros Caliskan in Ludwigshafen. "Die Leute machen sich schon Sorgen", sagte er. "Man überlegt sich jetzt tausendmal, ob man nach Istanbul fliegt." Bereits in den vergangenen Monaten seien es weniger Buchungen von Reisen in die Türkei geworden als in den Jahren zuvor.

Keinerlei Stornierungen oder Anfragen gingen indes bislang beim Reisebüro Bicer in Koblenz ein, wie eine Beschäftigte sagte. "Wir haben fast nur türkische Kunden." Die gingen damit möglicherweise etwas entspannter um.