Neue Ideen statt alter Leier

Verkehrspolitik in der Region wurde bislang betrieben, indem man ebenso munter wie erfolglos Forderungskataloge an Bund und Land richtete, nach dem Motto: Bei uns ist alles absolut wichtig. Folgerichtig gab es meistens - gar nichts.

Die klugen Köpfe hinter der Verkehrskonferenz der Großregion haben nun einen anderen Weg eingeschlagen. Praktikable, schrittweise umsetzbare Vorschläge statt Wunschlisten. Damit lässt sich Politik machen, zumal, wenn es eine gemeinsame Linie mit den Nachbarn gibt. Wer genau hinschaut, wird für die Region auch neue Prioritäten erkennen. Für den ÖPNV beispielsweise, das einstige Schmuddelkind. Aber auch für die Trierer Nordumfahrung, die bislang stets im Schatten des Moselaufstiegs stand. Vielleicht hat mancher ja verstanden, was wirklich für die Großregion wichtig ist - und was nur lokal relevant. Apropos: Der Bitburger Flughafen wurde im Plenum nicht ein einziges Mal erwähnt. Schön, wenn die Region an den beiden letztgenannten Beispielen lernen würde, dass es nichts bringt, ein totes Pferd weiterzureiten, bis auch noch der Sattel durchgescheuert ist. Die Politiker zeigten sich beeindruckt vom Verzicht auf die alte Leier. Nun müssen sie aber auch helfen, die konstruktiven Ansätze nicht versanden zu lassen. d.lintz@volksfreund.de

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