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(Noch) kein Engpass

Kein Engpass bei Grippemitteln in Rheinland-Pfalz: Laut Apothekerverband gebe es genügend Reserven der entsprechenden Arzneimittel. Die Apotheken im Land seien auf einen Ausbruch der Schweinegrippe vorbereitet. Von unserem Redakteur Bernd Wientjes

Trier. Nach dem vierten Fall von Schweinegrippe in Bayern herrscht Alarmstimmung in dem Bundesland. Die Vorräte an Grippemedikamenten wurden aufgestockt. Die rheinland-pfälzischen Apotheken sind nach Auskunft des Apothekerverbandes auf den Ausbruch der neuen Grippe vorbereitet. Es seien derzeit noch genügend Grippemittel vorrätig, sagt Verbandssprecherin Kirsten Müller-Kuhl. Von dem Medikament Tamiflu, das den Wirkstoff Oseltamivir enthält, lagerten laut der Herstellerfirma Roche drei Millionen Packungen in der Schweiz und den USA, sagt Kirsten Müller-Kuhl. Innerhalb von 24 Stunden könnten die Mittel im Notfall an die Apotheken geliefert werden. Auch von Relenza, einem weiteren Grippemittel, seien genügend Reserven vorhanden. Das Medikament mit dem Wirkstoff Zanamivir wird nicht wie Tamiflu geschluckt, sondern inhaliert. Beide Arzneimittel sollten aber erst verwendet werden, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, und müssen von einem Arzt verschrieben werden, sagt Müller-Kuhl. Im Falle eines Ausbruchs der Schweinegrippe im Land seien die Apotheken auch in der Lage, Medikamente aus Oseltamivir-Pulver herzustellen. Hierzu lagerten beim Großhandel größere Mengen des Pulvers, sagt die Verbandssprecherin.

Bislang sei unklar, ob die normale Grippe-Impfung auch gegen den neuen Virus wirksam ist, sagt Achim Ginkel vom Landesuntersuchungsamt in Koblenz.

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat eine Hotline geschaltet. Zwischen 8 und 16 Uhr erhalten Anrufer unter 06131/165200 Informationen zur Schweinegrippe.