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Notärzte gesucht: Versorgung in der Region angespannt

Notärzte gesucht: Versorgung in der Region angespannt

In Rheinland-Pfalz fehlen Notärzte. Das gilt auch für die Region. An einigen Standorten - etwa in Hermeskeil, Saarburg oder Morbach - steht zeitweise kein Notarzt zur Verfügung.

Über ein Drittel der Zeit hat im vergangenen Jahr im Hermeskeiler Krankenhaus kein Notarzt zur Verfügung gestanden. Der Notarztstandort musste sich dann bei der Rettungsleitstelle in Trier abmelden. Wurde ein Notarzt im Hochwald gebraucht, musste dieser aus Saarburg oder Morbach anfahren. Aber auch diese beiden Standorte hatten zumindest im vergangenen Jahr Probleme, rund um die Uhr einen Notarzt zu stellen. Das geht aus einer Antwort des rheinland-pfälzischen Innenministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor.

Darin bestätigt das Land, dass es an 62 Prozent der Notarztstandorte "schwer oder sehr schwer" sei, Notärzte zu gewinnen, vor allem in kleineren Orten. Als Gründe werden genannt: die schlechte Bezahlung der Notarztdienste und der allgemeine Ärztemangel. Weil die Notärzte zumeist an Krankenhäuser angegliedert sind und dort zum Teil wegen Personalmangels normalen Dienst machen, können sie oft nicht zu Einsätzen fahren. Trotzdem sei Notfallversorgung in Rheinland-Pfalz gewährleistet, sagt ein Ministeriumssprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Denn: Rettungssanitäter seien in der Regel innerhalb von 15 Minuten vor Ort und könnten professionell helfen. Auch wenn ein Notarztstandort abgemeldet sei, bedeute das nicht, dass kein Notarzt komme, es könne dann aber länger dauern als die vorgesehenen 30 Minuten, sagt ein Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Sie ist für die Organisation des Rettungsdienstes in der Region zuständig. 220 Notärzte stehen an 14 Standorten in der Region zur Verfügung. An den anderen Notarztstandorten in der Region gibt es laut Kreisverwaltung Trier-Saarburg keine Engpässe. In Saarburg, Hermeskeil und Ehrang habe man reagiert. Die Krankenhäuser seien verpflichtet worden, Notärzte bereitzustellen, und die Dienste würden besser bezahlt. Dadurch seien die Abmelderaten gesenkt worden.

Ohne Krankenhäuser gibt es keine Notärzte mehr