Operation Golfkrieg: Suchen, angreifen, zerstören

Operation Golfkrieg: Suchen, angreifen, zerstören

SPANGDAHLEM. Jagdmaschinen des Typs F-16 von der Air Base Spangdahlem haben eine wichtige Aufgabe bei den kriegerischen Auseinandersetzungen. Sie zerstören die Verteidigungs-Einrichtungen des Iraks.

Jahrelang haben sie für ihren Einsatz trainiert. Die Piloten der amerikanischen Militär-Jets vom Typ F-16 "Fighting Falcon", die normalerweise auf der Air Base Spangdahlem stationiert sind. Spangdahlem ist der einzige Fliegerhorst in Deutschland, der eine US-amerikanische Jagd-Staffel beherbergt. Seit 31. Dezember 1971 ist die Einheit in der Eifel. Nach dem Ausbruch des Kriegs ist wieder einmal aus den Übungen Ernst geworden. Die nun dem Central Command in Tampa (Florida) unterstellten Flugzeuge gehören zum 52. Jagd-Geschwader der US-Air-Force. Nach unbestätigten Angaben ist die 22. Schwadron des 52. Geschwaders auf der Ahmed-al-Jaber-Air-Base in Kuwait stationiert. Die Basis liegt 75 Kilometer entfernt von der irakischen Grenze. Normalerweise wird von diesem Flugplatz aus die Flugverbotszone im südlichen Irak kontrolliert. Die Aufgaben der Jets aus der Eifel werden im Leitspruch des 52. deutlich: "Seek, attack, destroy" ist das Motto der Militärs. "Suchen, angreifen und vernichten" das ist auch der militärische Einsatz, den die Eifeler am Golf zu meistern haben. Wahrscheinlich bis zu 30 Maschinen des Typs F-16 CJ - offizielle Angaben über die genaue Anzahl werden nicht gemacht - sind gemeinsam mit rund 1000 Soldaten in den vergangenen Wochen an den Persischen Golf verlegt worden. Schon im ersten Krieg gegen Saddam 1991 bewiesen die Amerikaner aus der Eifel, dass sie ihr kriegerisches Handwerk verstehen. Damals waren 24 - inzwischen ausgemusterte - F-4 G "Phantom" aus Spangdahlem in Bahrain stationiert. Zwölf Phantom-Jets und zwölf F-16-Flugzeuge waren von Incirlik in der Türkei aus aktiv in das Kampfgeschehen involviert. Kein Jet ging bei den zahlreichen Einsätzen verloren. Piloten des52. Geschwaders flogen innerhalb des Kriegs mehr als 3900 Einsätze. 7200 Stunden verbrachten die Piloten aus Spangdahlem in Kampfeinsätzen. Ihre Bilanz: Unter anderem wurden 142 Radar-Anlagen in 40 Tagen zerstört. Auch an den kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Jugoslawien haben die Spandahlemer teilgenommen und dabei eine wichtige Rolle gespielt. 4900 Soldaten waren auf fünf Operationsbasen dafür zuständig, dass vier Angriffseinheiten ihre Angriffe ausführen konnten. Die 22. Schwadron des 52. Geschwaders flog 632 Kampf-Einsätze und absolvierte dabei 2991 Flugstunden. Die 23. Schwadron - "Fighting Hawks” genannt - flog 802 Einsätze und brachte es auf 3662 Flugstunden. Anders als am Golf kamen auf dem Balkan auch die A-10 "Thunderbolt II" zum Einsatz, die ebenfalls in der Eifel stationiert sind. Die wegen ihrer charakteristischen Turbinen-Anordnung auch als Warzenschweine bekannten Jets wurden zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt. 1998 flogen die "Panthers" 1181 Einsätze in 4705 Flugstunden. Von der Eifel aus starteten damals auch die Stealth-Jäger vom Typ F-117 "Nighthawk", die 315 Angriffe flogen. Auch bei den Nato-Operationen im Kosovo im Oktober 1998 waren die Spangdahlemer aktiv. Sechs A-10 "Thunderbolt II", 30 F-16 CJ und 15 F-15C "Eagle" griffen in den Kampf ein. Bei den Missionen der Amerikaner sind die F-16 nicht ohne Grund immer wieder mit von der Partie. Dass die Eifeler mit steter Regelmäßigkeit in den Krieg ziehen, hängt sicher damit zusammen, dass die Spangdahlemer Einheiten mehrfach Preise als beste Einheit ihrer Art erhalten haben. Der Grund für die vielen Einsätze ist aber auch das Arbeitsgerät, mit dem die Piloten unterwegs sind. Die F-16 Fighting Falcon ist das Arbeitspferd d

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