Pilger aus der Region machen sich auf den Weg zum Papst

Pilger aus der Region machen sich auf den Weg zum Papst

Zahlreiche Menschen aus der Region sind derzeit unterwegs nach Freiburg. Dort wollen sie die Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. feiern. Der TV begleitet 40 Pilger, deren Vorfreude merklich steigt.

Trier. Nun ist er endlich da: Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstag in Berlin deutschen Boden betreten. Am Sonntagvormittag wird er in Freiburg die Abschlussmesse feiern. Etwa 750 Gläubige aus dem Bistum Trier haben sich auf den Weg in den Breisgau gemacht, um den Papst hautnah zu erleben.
40 von ihnen starten am Freitagmorgen mit dem Volksfreund, der eine Leserreise zu dem Großereignis organisiert hat. Während der morgendlichen Passage durch den Hochwald wabern dicke Nebelbänke über den Tälern. Mit der steigenden Sonne wächst auch die Vorfreude auf das Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche. "So richtig begeistert war ich von der Messe im Berliner Olympiastadion. Der Papst und die vielen Kinder - das war rührend", sagt Hedwig Esch aus Hillesheim. Ihr Mann Richard will in diesem Jahr seine Chance nutzen: "Vor etwa 20 Jahren wollte ich zu einem Besuch von Papst Johannes Paul II. nach Köln. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben verschlafen und den Bus verpasst. Jetzt freue ich mich umso mehr." Für etliche Menschen erfüllt sich mit der Reise ein großer Wunsch. Kurt Schergen aus Trier-Irsch hat sich seit Längerem vorgenommen, den Papst einmal live zu erleben. "Unser Junior war mal mit den Trierer Sängerknaben in Rom, und ich habe selbst schon über eine Reise dorthin nachgedacht. Freiburg ist nicht weit, und als wir im TV davon gelesen haben, war klar: Wir fahren mit." Auch Schergen reist mit seiner Frau.
Sonja Johann aus Mettlach und Nikolaus Thome aus Wawern haben sich dagegen spontan entschieden mitzufahren. "Ich habe schon ein bisschen Sorge bei so einer Riesenveranstaltung. Hoffentlich finden wir uns da zurecht", sagt Johann.
Ob sie auf eine bestimmte Botschaft von Benedikt XVI. warte? "Ich wünsche mir schon auch ein paar klare Worte zu den Missbrauchsfällen. Und in Afrika gibt es große Probleme mit Aids, da sollte der Papst beim Thema Kondome mal ein Auge zudrücken", sagt Thome.
Kurt Schergen hat die Rede des Papstes vor dem Bundestag verfolgt und sich mehr versprochen: "Ich hoffe, dass er noch etwas zum Zölibat sagt. Das ist nicht mehr zeitgemäß."
Für die Ordensfrau Schwester Theresa aus Waldbreitbach (Landkreis Neuwied) ist die Kritik stellenweise zu kräftig ausgefallen. Ihren Besuch der Messe sieht sie auch als Glaubensbekenntnis. "Mit meinem Kommen möchte ich auch etwas zurückgeben. Dieser Mann mit seinen 84 Jahren ist eine beeindruckende Person", sagt sie.