Polizei verstärkt Zusammenarbeit mit Behinderten

Polizei verstärkt Zusammenarbeit mit Behinderten

Für ein besseres Miteinander von Polizisten und Behinderten in Rheinland-Pfalz soll ein neuer Aktionsplan sorgen. Vertreter von Regierung und Gesundheitsförderung unterzeichneten das 18 Punkte umfassende Papier am Donnerstag in Mainz.

Schwerpunkte bis 2017 sind laut Innenministerium unter anderem der Schutz vor Kriminalität, Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Barrierefreiheit wie etwa eine Internetseite mit Gebärdensprachvideos. Polizeiausweise in Blindenschrift sind bereits seit 2011 im Einsatz.
Bereits in der Polizeiausbildung müsse der Umgang mit Behinderten stets ein Thema sein, betonte Antje Wels von der Landespolizeischule am Flughafen Hahn. So sollen etwa Rollstuhlseminare den Polizeischülern dabei helfen, sich besser in ihr Gegenüber hineinzuversetzen. Der Aktionsplan sieht auch gegenseitige Besuche von Polizisten und Behinderten vor. Bei einem solchen Besuch in Bad Kreuznach gaben die Beamten beispielsweise Tipps zur Verwahrung von Wertsachen.
Der Aktionsplan basiert auf der Zielvereinbarung "Behinderte Menschen und Polizei - Vertrauen, Transparenz und Sicherheit" von 2010. Unterzeichnet wurde er von Innenstaatssekretärin Heike Raab, Sozialstaatssekretär David Langner (beide SPD), dem Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch sowie dem Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz, Jupp Arldt. dpa/lrs

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