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Extra - Immer komplexere Anforderungen in der Alten- und Krankenpflege brauchen eine breitere Ausbildung: Auszubildende erhalten in den drei Lehrjahren eine Schulung in den Bereichen Alten-, Kranken- und Kinderpflege. Zusätzlich können Pflege-Azubis ein Hochschulstudium absolvieren.

Das eröffne neue Karrieremöglichkeiten und spreche neue Zielgruppen an, sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). - Durch mehr Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten wird der Pflegeberuf aufgewertet, sagt der Deutsche Pflegeverband. - Die Reform sieht eine Befreiung vom Schulgeld und die Einführung einer tariflich geregelten Ausbildungsvergütung vor. - Da in der dreijährigen Ausbildungszeit drei Qualifizierungen das Ziel sind, müssen die Schüler auch drei Praxisorte durchlaufen, was die Ausbildungszeit pro Ort verkürzt, befürchtet das "Bündnis für Altenpflege" aus Fachverbänden. - Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen argumentiert, dass schon jetzt in vielen Bereichen eine zusätzliche zweijährige Weiterbildung nötig sei. - Die Reform werde den Personalnotstand nicht verringern, sondern verschärfen, sagt Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens. So sieht es auch der Arbeitgeberverband BDA. Die neue Ausbildung sehe auch Phasen in der Altenpflege vor, die viele junge Leute eher abschrecke.