Räuber erneut vor Gericht

Weil er vor Jahren mehrere Banken und ein Ehepaar überfallen haben soll, muss sich heute ein 46-jähriger Österreicher vor dem Trierer Landgericht verantworten. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte sitzt bereits seit acht Jahren hinter Gittern - wegen Bankraubs.

Trier. (sey) Rund 2,5 Millionen Mark soll ein gelernter Hotelkaufmann mit mehreren bewaffneten Raubüberfällen in der Region Trier und im Saarland erbeutet haben. Der Österreicher war vor fast auf den Tag genau acht Jahren nach einem Überfall auf die Raiffeisenbank in Waldrach (Kreis Trier-Saarburg) festgenommen worden - nach einer halsbrecherischen Flucht in einem gekaperten und mit vier Insassen besetzten Wagen. Die selbe Bank hatte Räuber einige Monate zuvor schon einmal überfallen. Das Motiv: chronische Geldnot. Der damals 39-Jährige hatte sich bei Börsen- und Immobiliengeschäften verspekuliert. Die Quittung bekam er wenig später vor Gericht: neun Jahre Gefängnis lautete Ende 2000 das Urteil gegen den Österreicher. Einige Zeit später gestand der zuletzt im Konzer Stadtteil Roscheid wohnende Mann weitere, bis dato ungeklärte Bank- und Raubüberfälle in Trier, Konz sowie in Saarlouis. Deshalb muss sich der inzwischen 46-Jährige ab heute erneut vor dem Trierer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem schwere räuberische Erpressung, schweren Raub und erpresserischen Menschenraub vor. Wird der angeblich geständige Österreicher verurteilt, wird er auch die nächsten Jahre noch hinter Gittern verbringen. Weil er Wiederholungstäter ist, droht ihm sogar die Sicherungsverwahrung. In diesem Fall würde der Bankräuber auch nach Absitzen der "normalen" Strafe vorerst weiter in Haft bleiben.Wahrscheinlich fällt bereits heute ein Urteil.

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