Reaktionen auf den Rücktritt

Der Rücktritt zu Guttenbergs ist von seinen Unterstützern mit Bedauern aufgenommen worden, für seine Gegner war die Entscheidung überfällig. Die Wissenschaft reagierte erleichtert.

(wie/DB/dpa) Hier einige ausgewählte Stimmen:

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe: "Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er mit diesem Schritt die Bundeswehr in dieser schwierigen Phase des Umbaus vor belastenden Diskussionen bewahrt."

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bundesjustizministerin: "Ich halte die persönliche Entscheidung Karl-Theodor zu Guttenbergs für nachvollziehbar und folgerichtig. Sie ist zu einem Zeitpunkt gekommen, wo es gut war, dass sie getroffen worden ist. Der Rücktritt wird die Regierungskoalition nicht in ihrer Substanz erschüttern.

Kurt Beck (SPD), rheinland-pfälzischer Ministerpräsident: "Er hätte viel früher gehen müssen, um die Bundeswehr vor Schaden zu bewahren. (...) Die Kanzlerin ist offensichtlich völlig überrollt worden von diesen Geschehnissen. Sie hat ihre Personalpolitik in keiner Weise mehr selber in der Hand."

Julia Klöckner, CDU-Spitzenkandidatin für die rheinland-pfälzische Landtagswahl: "Er bleibt ein Freund. Weil sich Freundschaft nicht nur an glücklichen Tagen beweist, sondern gerade an den schweren."

Peter Schwenkmezger, Präsident der Uni Trier: "Ich finde es richtig, dass er die Konsequenzen gezogen hat und zurückgetreten ist. Jeder Diplomand, jeder Doktorand muss Konsequenzen ziehen, wenn er bei einem Plagiat erwischt wird. Warum soll das für einen Minister nicht gelten? Es geht schließlich um seine Glaubwürdigkeit. Im Übrigen ist ein Plagiat kein Kavaliersdelikt. Im wissenschaftlichen Bereich ist das eine schlimme Verfehlung, die geahndet wird."

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