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Regionale Versorger investieren Millionen Euro in Ökoenergie - Trierer Stadtwerke bauen mit Partner aus der Eifel neue Leitungen für Biogas

Regionale Versorger investieren Millionen Euro in Ökoenergie - Trierer Stadtwerke bauen mit Partner aus der Eifel neue Leitungen für Biogas

Die Versorger in der Region setzen zunehmend auf Ökoenergie. Neben Strom aus Wind und Sonne wollen die Trierer Stadtwerke gemeinsam mit den Kommunalen Netzen Eifel demnächst auch das von Landwirten produzierte Biogas unter einer eigenen Marke verkaufen.

Über 70 Biogasanlagen gibt es in der Region. Darin produzieren Landwirte aus Gülle, Grünabfall oder Mais Gas, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird. Bislang geschieht dies unkoordiniert, der produzierte Strom wird ins Netz eingespeist - ob Bedarf besteht oder nicht. Das restliche Gas aus Gülle und Mais landet selten in den Leitungen der Gasversorger. Das soll sich nun ändern. Die Stadtwerke Trier (SWT) und die Kommunalen Netze Eifel (KNE) in Prüm investieren gemeinsam fast elf Millionen Euro, um das von 48 Landwirten produzierte Gas - insgesamt sind das 125 Millionen Kilowattstunden pro Jahr - in das Erdgasnetz einzuspeisen, das dann unter dem Namen Landgas Eifel vermarktet werden soll. Dazu soll in Bitburg eigens eine Gasaufbereitungsanlage gebaut werden, wie SWT-Vorstand Arndt Müller nun in Prüm mitgeteilt hat. Die Stadtwerke, die zu 25 Prozent an dem Eifeler Energieversorger beteiligt sind, versorgen rund 28.000 Kunden in der Region mit Gas. Die beiden regionalen Versorger garantieren den Biogaslieferanten feste Abnahmepreise. Gleichzeitig sichern sie sich den Zugriff auf deren Anlagen, um die Gas- und Stromproduktion zentral zu steuern und bedarfsgerecht in die Netze einzuspeisen, so Müller. Transportiert werden soll das Gas über die von den KNE geplante über 80 Kilometer lange Trasse quer durch die Eifel bis nach Trier.

Die rheinland-pfälzische Energieministerin Ulrike Höfken (Grüne) sieht in der zunehmenden Nutzung von Biogas eine Möglichkeit, den Verbrauch von Kohle und Öl zurückzudrängen und damit aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen.

Auch der durch Windkraft und Sonnenenergie produzierte Strom in der Eifel soll künftig koordiniert in das Netz eingespeist werden. Dazu verlegen die KNE insgesamt 102 Kilometer neue Leitungen und investieren bis zu 52 Millionen Euro. Genau wie das Gas soll der in Eifel und rund um Trier produzierte Ökostrom unter einer eigenen Marke - Landstrom Eifel - vermarktet werden.

Bereits jetzt werden 60 Prozent des Energiebedarfs in der Region aus Wind, Sonne, Wasser und Biogas produziert.

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