Repressionen sind kein Rezept

Für viele junge Fußballfans ist die Ultra-Szene im Stadion reizvoll: Eine gemeinsame Liebe zum Verein, Zusammenhalt, Leidenschaft, gemeinsame Gegner. Die gibt's allerdings nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben: Viele Fußballfans fühlen sich zu Unrecht kriminalisiert, werden bei jeder Auswärtsfahrt schon wie potenzielle Gewalttäter in Empfang genommen.

Da wächst die Gefahr, dass man mit der Gesellschaft, von der man sich missverstanden fühlt, samt ihren Normen irgendwann nichts mehr wissen will. Das kann und darf natürlich keine Entschuldigung sein für Drohungen im Stadion oder gar körperliche Gewalt. Aber wer als Rezept nur Repression zu bieten hat, Stadionverbote und totale Überwachung - der wird keinen Erfolg haben. So werden die Gräben nur tiefer. Entspannen kann sich die Situation nur, wenn alle Seiten den Dialog suchen, wenn jeder seinen Schützengraben verlässt und ein Mindestmaß an Verständnis für die andere Seite aufbringt. a.feichtner@volksfreund.de



Meinung

Repressionen sind kein Rezept

Für viele junge Fußballfans ist die Ultra-Szene im Stadion reizvoll: Eine gemeinsame Liebe zum Verein, Zusammenhalt, Leidenschaft, gemeinsame Gegner. Die gibt's allerdings nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben: Viele Fußballfans fühlen sich zu Unrecht kriminalisiert, werden bei jeder Auswärtsfahrt schon wie potenzielle Gewalttäter in Empfang genommen. Da wächst die Gefahr, dass man mit der Gesellschaft, von der man sich missverstanden fühlt, samt ihren Normen irgendwann nichts mehr wissen will. Das kann und darf natürlich keine Entschuldigung sein für Drohungen im Stadion oder gar körperliche Gewalt. Aber wer als Rezept nur Repression zu bieten hat, Stadionverbote und totale Überwachung - der wird keinen Erfolg haben. So werden die Gräben nur tiefer. Entspannen kann sich die Situation nur, wenn alle Seiten den Dialog suchen, wenn jeder seinen Schützengraben verlässt und ein Mindestmaß an Verständnis für die andere Seite aufbringt. a.feichtner@volksfreund.de