"Rot-grüne Maden" schlagen Wellen in Mainz

Trier/Mainz · Die jüngsten Äußerungen des Eifeler CDU-Landtagsabgeordneten Michael Billen über die "rot-grüne Madentonne" (Biotonne) sorgen nun auch in Mainz für Aufregung. SPD und Grüne fordern eine Entschuldigung, Billen sieht dazu keinen Grund.

Trier/Mainz. Nachdem sich die regionalen SPD-Abgeordneten Ingeborg Sahler-Fesel und Nico Steinbach sowie der Trierer Grüne Richard Leuckefeld über Billens verbalen Wahlplakatentwurf mit "rot-grünen Maden" beschwert haben (der TV berichtete), haben gestern die parlamentarischen Geschäftsführer von SPD und Grünen, Carsten Pörksen und Nils Wiechmann, bei ihrem CDU-Kollegen Hans-Josef Bracht nachgelegt. Sie forderten eine Entschuldigung von Billen "um die weitere Zusammenarbeit auch im Landtag nicht nachhaltig zu stören". Landtagsabgeordnete als Ungeziefer zu bezeichnen, sei völlig inakzeptabel, schrieben die beiden Politiker in einem Brief an die CDU. Und deren Antwort kam prompt. "Unserer Kenntnis nach trifft es nicht zu, dass ein Mitglied unserer Fraktion Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags als Ungeziefer bezeichnet hat", schrieb Bracht in einem Brief an Pörksen und Wiechmann. Die Maden auf dem von Billen gedachten Plakat sollen vielmehr das "Ergebnis eines rot-grünen Entscheidungsprozesses - nämlich der Einführung einer Biotonne" darstellen. Bracht kritisierte im Gegenzug die Äußerungen Leuckefelds, der Billen Nazi-Jargon vorwarf.
Und was sagt der in die Kritik geratene Billen? "Ich habe nichts zu entschuldigen. Wenn ich jemanden persönlich gemeint hätte, hätte ich es auch gesagt", sagte Billen unserer Zeitung. wie

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